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Nachrichten - Archiv 2021

05.04.2021 - Feuerwehr, Polizeimeldungen:

Feuerwehr wegen eines verschütteten Jungen alarmiert

Ein zweites Drama an den Osterfeiertagen - nach dem tödlichen Brand am Vorabend - ist dem Stadtgebiet heute erspart geblieben. Dabei klang es zunächst ernst, als die Löschgruppe Scheiderhöhe um 14.20 Uhr alarmiert wurde, weil eine Person verschüttet worden sei. Einsatzort war die Wielpützer Straße im gleichnamigen Ortsteil. Dort stellte sich heraus, daß ein rund 10 Jahre alter Junge beim Spielen auf einem freien Grundstück an der sonst dicht bebauten Straße teilweise von Erdreich verschüttet worden war, als ein selbstgebauter Tunnel beziehungsweise eine Höhle eingestürzt war.

Nach Angaben der Feuerwehr hatten die Eltern den Jungen schon selbst freilegen können, bevor die Einsatzkräfte eintrafen. Zum Glück, so die Schilderung, sei nur der untere Teil des Körpers betroffen gewesen. Eine Lebensgefahr bestand somit nicht. Vorsichtshalber war auch ein Notarzt zur Einsatzstelle beordert worden, der mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 3" am nahen Ortsrand gelandet war. Schließlich wurde der Junge für weitere Untersuchungen per Rettungswagen zur Kinderklinik nach Sankt Augustin gebracht. (cs)


04.04.2021 - Feuerwehr:

Hospizbewohner bei Zimmerbrand an Ostern verstorben

Ein tragisches Geschehen ereignete sich am Abend des heutigen Ostersonntags im 'Elisabeth-Hospiz' im Ortsteil Deesem. In einem im Altbau der Einrichtung gelegenen Patienten-Zimmer hatte es gegen 21.30 Uhr einen Kleinbrand gegeben. Wie sich später herausstellte, war es durch das Feuer zu einer Verpuffung des Sauerstoffs aus einem Beatmungsgerät gekommen. Daraufhin war auch die Matratze eines Bettes in Brand geraten, in dem sich ein Mann aufhielt.

Durch den entstandenen Knall wurden Pflegekräfte sofort auf das Unglück aufmerksam. Zwei Mitarbeiterinnen des Hospizes eilten in das betroffene Zimmer und konnten die Flammen selbst löschen. Dabei zogen sie sich nach ersten Informationen leichte Rauchgasvergiftungen zu, so daß sie später vom Rettungsdienst zu einem Krankenhaus gebracht werden mußten. Für den Bewohner des Zimmers kam aber jede Hilfe zu spät. (cs)


04.04.2021 - Polizeimeldungen, Verkehr:

Polizei auf mögliches Autotuner-Treffen vorbereitet

Eine Information der Kreispolizeibehörde :  Nachdem sich am Samstagabend (03.04.) rund 200 Mitglieder der Autotuner-Szene in einer öffentlichen Tiefgarage in Sankt Augustin getroffen und durch ihr Verhalten, zum Beispiel durch überlaute Musik die Nachtruhe gestört hatten, löste die Polizei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei das nicht angemeldete Treffen auf. Angetroffene Fahrzeugführer/innen wurden kontrolliert, erhielten einen Platzverweis und eine Anzeige wegen Ruhestörung. Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung oder wegen illegaler Fahrzeug-Veränderungen wurden nicht festgestellt.

Der Polizei Rhein-Sieg-Kreis liegen Hinweise vor, dass sich Mitglieder der Autotuning-Szene auch an den Ostertagen an nicht näher bezeichneten Orten im Rhein-Sieg-Kreis treffen wollen. Die Polizei hat daraufhin vorbereitende polizeiliche Maßnahmen eingeleitet. Zum Beispiel werden die geeigneten Plätze und Orte für ein Treffen an den Ostertagen regelmäßig kontrolliert. Die Einsatzkräfte sind angehalten, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent zu ahnden und den vorhanden Handlungsspielraum auszuschöpfen.


03.04.2021 - Gesundheit, Kreisverwaltung:

Infektionsgeschehen stagniert, Inzidenz im Kreis unter 100

Nachdem der Wert der bundesweiten 7-Tages-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) über drei Wochen hinweg permanent angestiegen war, stagniert er seit fünf Tagen, ist mit dem heutigen Stand von 131,4 sogar geringfügig gesunken. Auch die absoluten Zahlen der täglichen Neuinfektionen liegen diese Woche nicht mehr deutlich über denen des jeweils gleichen Wochentags der Vorwoche. Dies ist umso erstaunlicher, da durch das stark gesteigerte Testvolumen mehr symptomlose Infektionsfälle erkannt werden können, die Dunkelziffer somit sinkt.

Warum von manchen Experten oder Medien immer noch stoisch von stark steigenden Zahlen oder gar von einem exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen gesprochen wird, ist anhand der Datenlage - zumindest derzeit - nicht erklärbar. Nun bleibt abzuwarten, ob die zu erwartenden zusätzlichen (Familien-)Kontakte über das verlängerte Oster-Wochenende oder Rückkehrer aus dem umstrittenen Auslandsurlaub erneut zu einem Ansteigen der Zahlen führen. Durch die Schulferien fällt ein anderer Verbreitungsweg momentan weg.

Nach aktuellem Stand haben sich in Deutschland - soweit nach PCR-Test nachgewiesen - 2.885.299 Menschen mit dem "SARS-CoV-2"-Virus infiziert, das entspricht 3,46 Prozent der Bevölkerung. 76.959 der Erkrankten sind an den Folgen des Virus oder in infektiösem Zustand an anderen Ursachen verstorben, somit 2,67 Prozent der bestätigt Infizierten (Basis nach 'Johns Hopkins University', deren Zahlen aktueller sind als die des 'Robert-Koch-Institut'). Als akut infiziert gelten derzeit bundesweit rund 236.000 Personen.

Seitens des Rhein-Sieg-Kreises wurden über eine Woche hinweg nur wenige Kernzahlen veröffentlicht, keine detaillierten Fallzahlen. Grund war - wie parallel im Rheinisch-Bergischen Kreis - eine Umstellung auf die Software 'SORMAS', das im Auftrag des 'Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung' in Braunschweig entwickelte Management-Programm zur Epidemie-Bekämpfung. Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn berichtete im Herbst 2020 ebenso überrascht wie beeindruckt über dessen Anwendung in Nigeria, während in Deutschland noch das Faxgerät ein Mittel der Wahl war.

Im Kreisgebiet gibt es (Stand Freitag, 02.04.) 18.138 bestätigte Fälle von "SARS-CoV-2"-Infektionen, 810 mehr als beim letzten vollständigen Datenstand vom Donnerstag der Vorwoche. Inzwischen sind 437 Todesfälle in Verbindung mit der "COVID-19"-Krankheit zu verzeichnen, elf mehr als noch acht Tage zuvor. Die Zahl der Akutfälle ist im gleichen Zeitraum leicht auf 1.151 angestiegen. In "häuslicher Absonderung" befinden sich 2.588 Personen, knapp 500 weniger als in der Vorwoche. Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis ist, nachdem sie zwei Mal für jeweils zwei Tage über dem Schwellenwert von 100 lag, wieder abgesunken. Sie liegt nun mehrere Tage unter 100, aktuell bei 87,4.

In Lohmar ist die Anzahl der Akutfälle seit der Vorwoche nach leichter Schwankung nochmals angestiegen. Derzeit werden 46 Fälle verzeichnet, die Stadt liegt damit bezogen auf ihre Einwohnerzahl aber noch unter dem Kreisdurchschnitt. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit März 2020 summiert sich nun auf 857. Stark zugelegt hat die Zahl der Todesfälle, innerhalb von nur acht Tagen kamen vier hinzu, es sind nun 28.

Unter den "Ausbruchs-Geschehen" führt das Gesundheitsamt des Kreises derzeit eine Kindertagesstätte, eine Schule und eine Unterbringungs-Einrichtung im Stadtgebiet. Kreisweit sind aktuell 21 Kindergärten (46 Fälle), 16 Schulen (26 Fälle), sechs Seniorenheime oder Pflegedienste (10 Fälle) und fünf Gewerbebetriebe (39 Fälle) von solchen "Ausbrüchen" betroffen. In anderen untersuchten Bereichen werden nur wenige Fälle gelistet.

Wegen Diagnose- und Melde-Verzögerungen über Ostern dürfte sich in den nächsten Tagen kein realistisches Lagebild in der Statistik widerspiegeln, weshalb aussagekräftige Zahlen erst wieder gegen Mitte bis Ende der kommenden Woche vorliegen dürften. (cs)


01.04.2021 - Stadtverwaltung, Soziales, Tiere, Personen:

'Ehrenamt des Monats' April für die Rehkitzhilfe Lohmar

von links nach rechts : Isa Skiba (Drohnenpilotin), Manuela Kohrs (Drohnenteam / Sucherin), Bürgermeisterin Claudia Wieja, Holger Groß (Drohnenpilot), Andrea Surrey (Gründerin der Rehkitzhilfe), Gabriele Willscheid (Bürgerstiftung Lohmar) und Thorsten zur Jacobsmühlen (Jäger) - (Foto : Stadt Lohmar)

Eine Information der Stadtverwaltung :  Im April ehrt die Stadt Lohmar die Rehkitzhilfe Lohmar und zeichnet die Gruppe für ihren Einsatz im Tierschutz mit dem Ehrenamt des Monats aus.

Endlich ist das Frühjahr da, alles beginnt zu wachsen und zu blühen. Schon im April können die Landwirtinnen und Landwirte das erste Mal ihre Wiesen mähen, um Futter für ihre Tiere zu ernten. Doch nicht nur für sie beginnt ein neuer Lebenszyklus, auch in der Tierwelt tut sich einiges - Rehkitze und andere Jungtiere erblicken das Licht der Welt. Die kleinen Kitze sind nach der Geburt nicht größer als Katzen. In den ersten Lebenstagen liegen sie nahezu reglos im hohen Gras und warten auf ihr Muttertier, das nur ein paar Mal täglich zum Säugen zu ihren Jungen kommt. Einen Fluchtinstinkt haben sie noch nicht und das kann ihnen jetzt zum Verhängnis werden, denn in den Feldern sie sind nur schwer zu entdecken.

Um die Landwirtinnen / Landwirte und Jäger/innen bei ihren wichtigen Aufgaben zu unterstützen und die Rehkitze vor Verstümmelung und Tod durch die Mähmaschinen zu retten, hat Andrea Surrey im Frühjahr 2019 die Rehkitzhilfe Lohmar ins Leben gerufen. Bis heute haben sich der Initiative etwa 90 Helfer/innen angeschlossen.

Von den Landwirtinnen / Landwirten und Jäger/innen erfahren die engagierte Tierschützerin und ihr Team, wann und wo gemäht wird. In enger Abstimmung mit den Landwirtinnen / Landwirten und in Anwesenheit der zuständigen Jäger/innen werden die Suchaktionen durchgeführt. Dabei läuft eine Menschenkette von mindestens zehn Helfenden die zu mähende Wiese systematisch ab. Die kleinen Rehkitze werden, in Gras eingehüllt und möglichst mit Einweghandschuhen, in Sicherheit gebracht. Nach erfolgter Mahd wird sichergestellt, dass die Kitze von ihren Müttern wiedergefunden werden. 2020 konnten auf diese Weise 25 Rehkitze gerettet werden.

Erleichtert wird die Suche durch eine Drohne mit Wärmebildkamera, die durch Spenden finanziert wurde. Mit dieser Technik können auch große Flächen wesentlich schneller und effektiver abgesucht werden. Die Suche mit Drohnen ist nur vor Sonnenaufgang möglich. Dann sind die Felder noch kühl und die Wärmebildkamera kann die Kitze, aber auch junge Hasen und Feldlerchen-Nester erfassen. "Diese Technik ist für uns eine große Hilfe. Sie ersetzt aber niemals die konventionelle Suche", weiß Andrea Surrey und wird noch deutlicher : "Gerade jetzt zu Saisonbeginn suchen wir dringend nach weiteren Helferinnen und Helfern. Es muss nicht oft sein, wer einmal mitgeht hilft uns schon sehr." Von Rehkitzsuchen auf eigene Faust rät die Lohmarerin dagegen dringend ab. Wenn beispielsweise Hunde ein Tier berühren, besteht die Gefahr, dass es von der Mutter nicht mehr angenommen wird.

Auch weitere, hochwertige Technik würde der Gruppe enorm helfen. So kann eine Drohne mit hochauflösender Wärmebildkamera in 100 Metern Höhe ein Feld von einem Hektar in nur fünf Minuten absuchen. Doch diese Drohnen sowie Akkus sind teuer. Die Bürgerstiftung Lohmar, die auch ein Herz für Tiere hat, unterstützt die Rehkitzhilfe Lohmar finanziell. Außerdem sammelt sie zweckgebundene Spenden - Spendenkonto : Bürgerstiftung Lohmar, IBAN : DE59 3706 9520 2106 7190 15, Verwendungszweck : "Rehkitzhilfe Lohmar"

"Wir verstehen uns als Partnerin der Landwirte und der Jägerschaft", so Andrea Surrey. "Wer uns braucht, kann uns gerne ansprechen." weitere Informationen :  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.rehkitzhilfe-lohmar.de


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit, Senioren:

Sonder-Impfangebot für alle Personen ab 60 Jahren

Eine Information des Kreisgesundheitsamtes :  Menschen ab 60 Jahren, die sich mit dem 'AstraZeneca'-Impfstoff immunisieren lassen wollen, können jetzt kurzfristig einen Impftermin vereinbaren. Darüber hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gestern (31. März) informiert.

Im Rhein-Sieg-Kreis erfolgen diese Sonder-Impfungen mit 'AstraZeneca' allerdings nicht zentral über die Kassenärztliche Vereinigung in den Räumlichkeiten des Impfzentrums in Sankt Augustin, sondern ausschließlich über dezentrale Impfeinheiten. Das führt dazu, dass Termine auch nicht - wie seitens des Landes angekündigt - über die Buchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart werden können.

"Wer zwischen 60 und 79 Jahre alt ist und sich mit 'AstraZeneca' impfen lassen möchte, kann sich ab sofort an seine Hausarztpraxis wenden", erläuterte Landrat Sebastian Schuster in der heutigen Corona-Pressekonferenz. Eine Priorisierung, wie sie die Corona-Impfverordnung üblicherweise vorsieht, ist für diese Sonder-Impfkampagne des Ministeriums nicht nötig. Wenn die eigene Hausarztpraxis nicht unmittelbar Teil der dezentralen Impfeinheiten ist, erfolgt die Vermittlung an eine Praxis aus dem inzwischen mehr als 30 dezentrale Anlaufpunkte umfassenden Netzwerk.

"Wir haben uns ganz bewusst für diese Strategie entschieden, um eine bestmögliche Risikoabwägung zu erreichen, denn in den dezentralen Impfeinheiten besteht deutlich mehr Raum für eine individuelle ärztliche Beurteilung", betont Landrat Sebastian Schuster. - Der Rhein-Sieg-Kreis hat bereits heute Vormittag damit begonnen, alle im Impfzentrum noch vorhandenen 'AstraZeneca'-Impfdosen an die dezentralen Impfeinheiten zu verteilen. Sobald die vom Land NRW avisierten weiteren Sonderkontingente zur Verfügung stehen, werden auch diese unmittelbar weitergegeben.


01.04.2021 - Kirchliches, Natur, Baumaßnahmen:

1.000-facher Nachwuchs in den Wäldern bei Jexmühle

(Foto : 'Evangelische Emmaus-Gemeinde Lohmar')

Eine Information der 'Evangelischen Emmaus-Gemeinde Lohmar', Bereich Honrath :  Wie Sie sicher schon in diversen Wälder beobachtet haben, ist der größte Teil der Fichtenwälder in unserer Region abgestorben. Aufgrund von Trockenheit und dem Borkenkäfer musste auch in Teilen unserer Waldgebiete der gesamte Fichten-Baumbestand gefällt und entsorgt werden. Deshalb haben wir in der 14. Kalenderwoche in den Waldstücken Wolfsberg und Bannenhardt (bei Jexmühle) 1.000 neue Bäume pflanzen lassen.

Nach Expertenrat sind dies Stieleiche, Vogelkirsche und Rotbuche, die mit den hiesigen Klimaveränderungen besser klarkommen. Gepflanzt wird nach dem so genannten Kottenforster Modell, benannt nach dem Bonner Kottenforst, wo dieses zuerst getestet wurde. Dabei setzt man auf biologische Vielfalt (Biodiversität) und pflanzt die Bäume jeweils in Gruppen an und lässt dazwischen Platz für eine natürliche Entwicklung des Waldes.


01.04.2021 - Stadtverwaltung:

Mängelmelder der Stadtverwaltung ist ein Jahr alt geworden

Eine Information des städtischen Hauptamtes :  Seit über einem Jahr ist der Mängelmelder "hingeschaut & eingebracht" der Stadt Lohmar nun online unter  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.mitreden.lohmar.de . Bis Ende 2020 gingen 363 Meldungen von 321 Meldern ein. Die meisten entfielen auf die Kategorie "Beleuchtung". In den meisten Fällen konnte schnell und unbürokratisch Abhilfe geschaffen werden.

Für eine reibungslose Abwicklung ist es hilfreich, den Fall durch Fotos zu dokumentieren und diese hochzuladen sowie den Standort so genau wie möglich anzugeben. Dies kann zum einen durch die Aktivierung der GPS-Daten beziehungsweise der Standortermittlung auf dem Handy geschehen, sofern die Meldung in unmittelbarer Nähe des Mangels erfolgt, oder durch das Platzieren des Pins auf der vorgegebenen Karte.

Weiterhin ist zu beachten, dass Meldungen über Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung nicht über den Mängelmelder bearbeitet werden - diese sind dem Ordnungsdienst oder der Polizei zu melden.

Es ist erfreulich, dass das Angebot des Mängelmelders so gut angenommen wird. So können Missstände im öffentlichen Raum dank der Mithilfe aufmerksamer Bürger/innen schnell behoben werden, um Lohmar sauber und lebenswert zu erhalten.


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit, Wirtschaft:

Kreis liefert zweifelhafte Zahlen und falsche Ortsangaben

Sporadisch informiert das Gesundheitsamt des Kreises über den Fortgang des Impferfolgs im Rhein-Sieg-Kreis. Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu betrachten, denn sie werden sehr mißverständlich dargestellt und wirken daher zumindest geschönt. Nach dem jüngsten Zwischenstand vom 29. März "wurden im Rhein-Sieg-Kreis 92.401 Personen mit der Erst- und Zweitimpfung geimpft", so die Kreisverwaltung wörtlich. Die Aussage suggeriert, daß diese Personenanzahl bereits beide Impfungen erhalten hätte.

Dieser vergleichsweise hohe Anteil unter den 600.000 Einwohnern/innen des Kreises (15,4 %) stünde aber in krassem Mißverhältnis zu den prozentualen Zahlen im Land und im Bundesgebiet (rund 5 %). Auf unsere Nachfrage präzisiert die Kreisverwaltung, daß es sich bei der Zahl von 92.401 um die Summe der Erst- und Zweitimpfungen handeln würde. Somit haben (Aufteilung geschätzt nach Landesdurchschnitt) rund 50.000 Personen eine Erst- und rund 40.000 zusätzlich die zweite Impfdosis erhalten. Statt wie angedeutet 92.400 Personen erhielten also bislang nur rund 50.000 Personen überhaupt eine Impfung, rund 40.000 die Erst- und Zweitimpfung.

Die bundesweit anhaltende Pannenserie bei der Pandemie-Bekämpfung macht auch vor dem Rhein-Sieg-Kreis nicht halt. So informiert die Kreisverwaltung, daß inzwischen 151 - zumeist gewerblich organisierte - Testzentren eingerichtet wurden, welche Schnelltests für Bürger/innen im Kreisgebiet anbieten. Diese können mittels einer interaktiven Karte auf der Internet-Seite des Kreises ausfindig gemacht werden ( Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.rhein-sieg-kreis.de/schnelltests ). Doch die dortigen Angaben sind teils irreführend und objektiv falsch. Drei Beispiele aus den Kommunen des Bergischen Rhein-Sieg-Kreises :

Für Lohmar ist das von der Stadt beworbene, entgegen anderslautender Veröffentlichungen aber nicht von der Stadt betriebene größte Testzentrum auf einem Parkplatz in Lohmar-Ort nicht auf der Karte vertreten. Dafür findet man eine Adresse an einer Wohnstraße in Donrath. Dort befindet sich der Firmen- und Wohnsitz des gewerblichen Betreibers, aber sicherlich kein Testzentrum.

In der Nachbargemeinde ist das von der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid beworbene Testzentrum in den Räumen der 'Aquarena' (Fitness-Center und Hallenbad) an der Prälat-Lewen-Straße gar nicht verzeichnet, statt dessen aber die Arztpraxis auf der Hauptstraße, die dieses externe Testzentrum betreibt.

In Much gibt es eine vergleichbare Falschangabe. Hier ist eine Apotheke an der dortigen Hauptstraße markiert, die das von der Gemeinde Much beworbene Testzentrum betreibt. Dieses ist aber nicht in den Räumen der Apotheke selbst, sondern in einer Container-Anlage am Schulzentrum in der Schulstraße untergebracht. Dieser korrekte Standort ist jedoch nicht eingezeichnet.

Fazit :  Die Kreisverwaltung schickt Bürger/innen, die ein Testangebot suchen, zu Standorten, an denen dieses Angebot gar nicht besteht und verursacht durch das unnötige Aufsuchen von Arztpraxen oder Apotheken zusätzliche Kontakte, die doch eigentlich vermieden werden sollen.

In Lohmar gibt es derweil Kritik am gewerblich betriebenen Testzentrum auf dem Parkplatz des Schulzentrums. Nach Schilderungen werden Kundinnen / Kunden nach dem für Bürger/innen einmal pro Woche kostenfreien Schnelltest aktiv bezüglich einer Spende angesprochen. Dies wäre insofern problematisch, da man sich dadurch - anders als bei einem aufgestellten Sparschwein - genötigt fühlen kann, einen Obolus zu entrichten.

In der Regel gilt, daß die Testzentren nicht ehrenamtlich betrieben werden, sondern Material und Arbeitseinsatz über die 'Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein' abgerechnet werden. Sonst wären nicht in kürzester Zeit tausende solcher Standorte in NRW entstanden. Die Vergütung pro PoC-Antigentest beträgt aktuell maximal 6 Euro für Sachkosten und 12 bis 15 Euro für den Arbeitsaufwand inclusive Gespräch, Entnahme von Körpermaterial, Ergebnis-Mitteilung und Zeugnis-Ausstellung - unabhängig davon, ob und wie die Helfer / Mitarbeiter entlohnt werden. (cs)

Nachtrag :  Am Nachmittag wurden die erwähnten unzutreffenden Testzentrums-Standorte in der Übersichtskarte der Kreisverwaltung korrigiert.


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Natur, Tiere:

Veterinäramt erinnert : Junge Wildtiere nicht anfassen !

(Foto : rhein-sieg.info)

Eine Information des Veterinäramtes des Rhein-Sieg-Kreises :  Jetzt, im Frühling, ist die Zeit der gerade geborenen und jungen Wildtiere. Wer in der Natur unterwegs ist, der kann durchaus auf hilflos wirkende Jungtiere stoßen. Sie rühren den Beschützerinstinkt an und man möchte sie anfassen. Das ist aber genau das Falsche !

"Bei unverletzt aufgefundenen Jungtieren gilt immer : nicht anfassen und möglichst zügig weitergehen !", klärt Silvia Berger, Leiterin der Abteilung Tiergesundheit des Veterinäramtes des Rhein-Sieg-Kreises, auf. Es ist in der Natur völlig normal, dass Elterntiere ihre Jungen kurzzeitig allein zurücklassen, zum Beispiel, um Nahrung zu beschaffen. Die Jungtiere bleiben dann oftmals dicht gedrückt am Boden liegen, bis die Elterntiere zurückkehren.

Wer den Wildnachwuchs aus falsch verstandener Tierliebe berührt, oder gar mitnehmen will, bringt die Jungtiere möglicherweise in Lebensgefahr. Da sich mit dem Berühren der menschliche Geruch überträgt, werden die Jungtiere danach nicht mehr von den Elterntieren angenommen. Dann sind sie tatsächlich, in der Regel auf Lebenszeit, auf den Menschen angewiesen. Denn von Menschen aufgezogene Wildtiere lassen sich kaum erfolgreich auswildern.

Hilfe durch den Menschen ist nur dann gerechtfertigt, wenn junge Wildtiere offensichtlich verletzt aufgefunden werden. "Handeln Sie in solchen Fällen aber bitte keinesfalls spontan, sondern holen Sie sich immer fachkundigen Rat ein. Tipps zum richtigen Verhalten erhalten Sie beim Veterinäramt, dem nächstgelegenen Tierarzt, dem Jagdpächter oder dem Forstamt", empfiehlt Silvia Berger.

Zudem gilt :  Wer Wildtiere aufnimmt, ist für die art-, fach- und tierschutz-gerechte Aufzucht, Haltung, Unterbringung, Auswilderung und tierärztlicher Versorgung verantwortlich und muss für die Kosten aufkommen, die das Tier verursacht. Auch ist eine dauerhafte Haltung von Wildtieren verboten.

Eine Ausnahme vom "nicht anfassen"-Gebot gilt für aus dem Nest gefallene Jungvögel. Hier muss zwischen "Nestlingen", unbefiederten Jungvögeln und "Ästlingen", befiederten Jungvöglen, unterschieden werden. Nestlinge sollten wieder ins eigene Nest zurückgesetzt werden. Eine Ausnahme stellen aus dem Nest gefallene Mauersegler oder Wanderfalken dar. Da ihre Nester meist unerreichbar hoch liegen, können sie nicht einfach zurückgelegt werden. Diese Jungvögel brauchen tatsächlich Hilfe von fachkundiger Hand. Junge, oft schon weitgehend befiederte Vögel wiederum geben ihren Eltern ihre Position durch Rufen kund. Auch diese Jungvögel brauchen trotz vermeintlicher "Hilfeschreie" keine Unterstützung.


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Tiere, Recht:

Rücksichtsvoll mit Hunden in Wald und Flur unterwegs

Eine Information des Veterinäramtes des Rhein-Sieg-Kreises :  Die erblühende Natur lädt zu Spaziergängen oder Wanderungen in Wald und Flur ein. Dabei ist zu bedenken, dass sich Wildtiere auf die Geburt ihres Nachwuchses vorbereiten und in den kommenden Wochen junge Wildtiere besonderen Schutz benötigen.

Darum appelliert das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises an die Hundehalterinnen und Hundehalter, beim Spaziergang mit den Vierbeinern ein rücksichtsvolles Verhalten an den Tag zu legen. Insbesondere im Wald und dort, wo aufgrund eingeschränkter Sicht mit dem plötzlichen Auftauchen von Wildtieren zu rechnen ist, dürfen Hunde außerhalb von Wegen nur angeleint ausgeführt werden.

Trächtige Wildtiere können schon beim Anblick eines freilaufenden Hundes in panikartige Flucht versetzt werden. Das kann schwere Verletzungen oder aufgrund Überanstrengung eine Totgeburt zur Folge haben. Auch bereits geborene Jungtiere sind gefährdet, da sie in den ersten Lebenstagen vollkommen fluchtunfähig sind und demnach auch für die Hunde eine leichte Beute darstellen, die üblicherweise kein Wild jagen. Außerdem kann es passieren, dass heranwachsende Jungtiere von ihrer Mutter durch jagende Hunde getrennt werden.

Auch landwirtschaftliche Nutztiere wie beispielsweise aus Schaf- und Rinderherden sind immer wieder Opfer jagender Hunde. Ein solcher Vorfall kann für die Besitzerin oder den Besitzer infolge von Fehlgeburten und tierärztlichen Behandlungskosten hohe wirtschaftliche Verluste bedeuten.

"Wer diese Hinweise als Hundehalterin und Hundehalter beachtet, kann mit gutem Gewissen und der gebotenen Rücksicht auf Wild- und Nutztiere auch in der freien Natur seinem Vierbeiner den gewünschten und notwendigen Freilauf ermöglichen", rät Silvia Berger, Leiterin der Abteilung Tiergesundheit des Rhein-Sieg-Kreises.

Information :  Hunde, die unkontrolliert Wild und andere Tiere hetzen oder reißen, können im Einzelfall, nach Begutachtung durch den amtlichen Tierarzt, nach den Bestimmungen des Landehundegesetzes NRW als gefährlich eingestuft werden und dürfen dann grundsätzlich nur noch angeleint und mit Maulkorb ausgeführt werden. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Geldbußen. Hundehalter, die sich als "unbelehrbar" erweisen und dem Jagdtrieb ihrer Vierbeiner gleichgültig gegenüberstehen, müssen mit ordnungsbehördlichen Maßnahmen der zuständigen Ordnungsämter rechnen.


31.03.2021 - Gesundheit:

Chaos um 'AstraZeneca'-Impfstoff bremst Impffortschritt

Die Wendungen betreffend den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns 'AstraZeneca' nehmen kein Ende. War er mangels ausreichender Erkenntnisse anfangs nur für Personen unter 65 Jahren zugelassen, gilt nun das beinah genaue Gegenteil. Nach den ersten Fällen von schweren Nebenwirkungen waren Impfungen mit dem Vakzin in Deutschland zeitweise gänzlich ausgesetzt worden. Trotz des statistisch überdurchschnittlichen Auftretens von Sinusvenen-Thrombosen im Gehirn, teils mit Todesfolgen, wurde der Impfstoff wieder freigegeben und von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Altersgruppen empfohlen.

Die zunehmende Anzahl von gleichartigen "sehr seltenen, gleichwohl sehr schweren Nebenwirkungen" - aktuell sind 31 Fälle mit neun tödlichen Verläufen bekannt - veranlaßte mehrere namhafte Kliniken gestern, ihren Mitarbeiterinnen von einer Impfung mit 'AstraZeneca' abzuraten. Kurz danach schlossen sich einzelne Behörden, am Abend Bund und Länder den wachsenden Bedenken an, die Impfungen wurden kurzfristig fast bundesweit gänzlich ausgesetzt. Aufgrund der neuen Erkenntnisse empfiehlt die 'STIKO' das Vakzin jetzt - entgegen der Ersteinschätzung - uneingeschränkt nur noch für die über 60-Jährigen.

Dies hat spürbare Auswirkungen auf das Impfgeschehen, denn der Impfstoff wurde zuletzt großteils für medizinisches Personal, Erzieher/innen und Grundschul-Lehrer/innen verwandt. Dies kann kurzfristig kaum kompensiert werden, weil Impfstoffe anderer Anbieter zunächst vollständig verplant sind und nach der Impfpriorisierung für Ältere vorgesehen waren. Daß die bedenklichen Nebenwirkungen überwiegend, aber nicht ausschließlich, bei Frauen aufgetreten sind, könnte an deren großem Anteil in den genannten Berufsgruppen liegen. Ob das Ausbleiben der Nebenwirkungen bei älteren Jahrgängen ebenfalls an diesen Faktoren liegt, ist unklar.

Der Impfstoff von 'AstraZeneca', so die Empfehlung der 'STIKO' in Abstimmung mit dem Ethikrat und der Nationalen Akademie der Wissenschaften 'Leopoldina', soll zukünftig für Personen im Alter von über 60 Jahren verwandt werden. Sie kommen somit früher zum Zuge, falls sie diesen Impfstoff noch akzeptieren. Für Jüngere sei ein Einsatz des Vakzins "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risiko-Akzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich", so Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend. Dies sei aber nicht mehr in den Impfzentren, sondern nur noch bei Hausärzten durchführbar. "Wer's will und wer sich traut, soll die Möglichkeit haben", so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Zunächst werde es Veränderungen bei Lieferplänen und der Verteilung vom Impfstoff an die Impfzentren und Hausärzte geben. Letztere sollten nach Ostern in den Impfprozeß eingebunden werden. - Noch keine Lösung gibt es für das Problem derjenigen, deren Zweitimpfung mit 'AstraZeneca' noch aussteht. Diese Gruppe umfasst 2,2 Millionen Personen. Die Verwendung eines anderen Impfstoffs als zweite Dosis ist noch nicht freigegeben. Die 'STIKO' will nach weiteren Auswertungen bis Ende April eine Empfehlung zur diesbezüglichen Problematik aussprechen. (cs)


30.03.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit, Recht, Wirtschaft, Freizeit:

Kreisverwaltung zieht vorauseilend die 'Corona-Notbremse'

An politische oder behördliche Handlungen entgegen zuvor getroffener Regelungen hat man sich in der Corona-Pandemie bereits gewöhnt. Nun hat sich auch der Rhein-Sieg-Kreis in eine solche Vorgehensweise eingereiht. So sollte nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschluß in Landkreisen und kreisfreien Städten die "Notbremse" in Form neuerlicher Einschränkungen für persönliche Kontakte und den Handel gezogen werden, wenn die jeweilige 7-Tages-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100 liegt.

Im Kreisgebiet war der Inzidenzwert vor dem Wochenende für nur zwei Tage über den Schwellenwert geklettert, dann wieder für zwei Tage gefallen. Heute liegt er mit 107,4 den ersten Tag wieder über der maßgeblichen Grenze. Dennoch wurde - wie die Kreisverwaltung schreibt in Abstimmung mit den Kommunen - schon jetzt die "Notbremse" gezogen. Noch vor vier Tagen hieß es seitens des Kreises dagegen wörtlich : "Die Corona-Notbremse wird dann gezogen, wenn die "7-Tages-Inzidenz" der Neuinfektionen mindestens drei Tage in Folge über dem Wert von 100 liegt."

Für die Wirtschaft bedeutet dies, daß ab Gründonnerstag (01.04.) der Einzelhandel (Ausnahme sind Waren des täglichen Bedarfs) nicht mehr für alle Kunden nach Terminvereinbarung öffnen darf, sondern gemäß der eingeräumten "Test-Option" nur noch für Personen mit einem tagesaktuell bestätigten negativen Schnelltest-Ergebnis (Selbsttests ausgenommen). Unbeachtet bleibt dabei, daß nach übereinstimmenden aktuellen Untersuchungen im Handel nur ein äußerst geringes Infektionsrisiko besteht - im Gegensatz zu Kontakten im persönlichen Umfeld und an Arbeitsstellen mit langandauernden Kontakten.

Auswirkungen gibt es damit auch für die zwischenmenschlichen Kontakte. Statt bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen die Mitglieder eines Haushalts ab dem 1. April nur noch mit einer einzigen Person aus einem anderen Haushalt zusammentreffen (Kinder bis 14 Jahren werden jeweils nicht mitgezählt). Doch hier gibt es gleich zu Beginn der Maßnahme eine Ausnahme :  Vom Gründonnerstag bis Ostermontag (5. April) gelten über die Feiertage die bisherigen Kontaktregelungen, die Verschärfung greift erst ab dem 6. April. (cs)


29.03.2021 - Stadtverwaltung, Vereine, Verkehr, Umwelt:

'ADFC' sieht Verbesserungsbedarf bei Fahrrad-Infrastruktur

Eine Information der Lohmarer Stadtverwaltung :  Das Fahrradklima in Lohmar hat sich nach einer über mehrere Jahre währenden Abwärtsbewegung aktuell wieder leicht erholt. Dies ist das Ergebnis des Fahrradklima-Tests, einer Befragung von Radfahrenden, die der 'Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club' (ADFC) alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrs-Ministeriums bundesweit durchführt.

Die aktuelle Befragung, an der 221 Personen aus Lohmar teilnahmen, wurde im Herbst 2020 durchgeführt. Die Ergebnisse liegen seit Mitte März vor. Danach liegt die Gesamtbewertung für Lohmar auf einer Schulnotenskala nun bei 3,52 (2018 : 3,66). Die detaillierten Ergebnisse für Lohmar stellte der 'ADFC' nun gemeinsam mit der Stadtverwaltung der Öffentlichkeit vor.

"Im kreisweiten Vergleich steht Lohmar, wie auch in den vergangenen Jahren, relativ gut da : Hinter Meckenheim (2,65) befindet sich Lohmar unter den Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises auf Platz 2", so Bürgermeisterin Claudia Wieja zufrieden über das Gesamtergebnis. "Für uns ist die Auswertung ein wichtiger Hinweis, in welchen Bereichen wir noch nachsteuern müssen - als fahrradfreundliche Stadt haben wir einen hohen Anspruch."

Positiv bewertet wurden in Lohmar die Erreichbarkeit des Stadtzentrums mit dem Fahrrad und die Wegweisung (beide 2,5), die schlechtesten Bewertungen erhielt Lohmar für die Fahrradmitnahme im ÖPNV (4,5) und für öffentliche Fahrrad-Leihsysteme (4,7). Bei dem letzten Kriterium schlägt sich nieder, dass ein solches Leihsystem in Lohmar derzeit noch nicht existiert, während dies in vielen anderen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises zum Zeitpunkt der Befragung eingeführt war oder gerade eingeführt wurde, was sich auch entsprechend in der Bewertung dieses Kriteriums niederschlägt.

"Hier erwarten wir, dass dies bei der nächsten Befragung 2022 besser bewertet wird, nachdem das "RSVG-Bike" dann ab Mitte 2021 auch nach Lohmar ausgerollt sein wird", sagte Peter Lorscheid, verkehrspolitischer Sprecher des 'ADFC' im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Bei denjenigen Kriterien, die den Befragten am wichtigsten sind, schneidet Lohmar durchschnittlich ab. Diese besonders wichtigen Kriterien sind Konflikte mit KFZ (3,7), das Sicherheitsgefühl (3,5) und die Akzeptanz der Radfahrenden als Verkehrsteilnehmer (3,3). "Bei diesen Kriterien geht es vor allem um das Miteinander der Verkehrsteilnehmer", betonte Lorscheid. "Dass hier Luft nach oben ist, hat oft ganz handfeste Gründe in der Radinfrastruktur, in unterdimensionierten, schlecht geführten oder fehlenden Radwegen. Hier besteht auch in Lohmar noch Verbesserungsbedarf", sagte Lorscheid.

"Konkret vermissen die Radfahrenden in Lohmar einen befestigten und somit auch bei Nässe nutzbaren Weg in die Nachbarstadt Troisdorf, aber auch Radwege, die in die Dörfer außerhalb der Täler von Agger und Sülz führen", wusste Martin Heringer, Sprecher der 'ADFC'-Ortsgruppe Lohmar, aus den Antworten auf die offene Frage zu berichten. Eine detaillierte Auswertung steht unter  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttps://kreisverbaende.adfc-nrw.de/kv-bonn/startseite-kv-bonn/newsbeitrag/article/fahrradklimatest-die-region-kommt-nicht-voran.html .

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterErgebnisse des Fahrradklimatests 2020 für Lohmar  (PDF-Datei)


29.03.2021 - Stadtverwaltung, Feuerwehr, Gesundheit:

Feuerwehren schnellstens vor Corona-Infektionen schützen

Eine Information der Stadtverwaltung :  Mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution wendet sich der Verbandsausschuss des Verbandes der Feuerwehren in NRW an die Gesundheitsminister von Bund und Land Nordrhein-Westfalen und fordert, die Feuerwehren schnellstens vor Corona-Infektionen zu schützen. Mit ihrer Forderung möchten die Feuerwehren nicht nur einen angemessenen Schutz der einzelnen ehrenamtlichen Kräfte sicherstellen, sondern die Funktionsfähigkeit der Feuerwehren insgesamt gewährleisten können. So könnte durch verhängte Quarantäne-Maßnahmen ganzer Feuerwehr-Einheiten der Brandschutz und notwendige Hilfeleistungen gefährdet sein.

Die Forderung, auch die ehrenamtlichen Feuerwehr-Angehörigen, die nicht im Rettungsdienst tätig sind, in der Impfprioritäten-Liste nicht immer weiter nach hinten zu schieben, unterstützt auch Bürgermeisterin Claudia Wieja : "Gerade in Lohmar sind wir auf ehrenamtliche Kräfte angewiesen, die Feuerwehr in Lohmar ist eine rein freiwillige, ehrenamtliche Feuerwehr. Um den Schutz der Bevölkerung in Lohmar gewährleisten zu können, ist es wichtig, ihre Bereitschaft aufrechtzuerhalten, ihren riskanten Einsatz anzuerkennen und ihnen daher schnellstmöglich einen angemessenen Schutz vor dem Corona-Virus zu bieten."

Die vollständige Resolution im Wortlaut verdeutlicht die Problematik :


29.03.2021 - Verkehr, Polizeimeldungen:

Behinderungen auf der BAB 3 nach LKW-Unfall in Rösrath

In Fahrtrichtung Frankfurt sind aktuell (6 Uhr) und im Verlauf des weiteren Tages Behinderungen auf der Autobahn 3 zu erwarten. Am frühen Morgen ist zwischen dem Rasthof "Königsforst-West" und der Autobahn-Ausfahrt "Rösrath / Lohmar-Nord" (30a) ein LKW verunglückt. Nach ersten Informationen liegt der 40-Tonner in der Kurve am Ende der langen Geraden auf dem Grünstreifen neben der Fahrbahn auf der Seite, Feuerwehr und Rettungsdienst sind vor Ort. Derzeit kommt es nur zu geringen Behinderungen, während der bevorstehenden Bergung sind größere Einschränkungen zu erwarten. (cs)


28.03.2021 - Landesregierung, Gesundheit, Recht:

Rhein-Sieg-Kreis vorerst nicht von 'Notbremse' betroffen

Bei der jüngsten Ministerpräsidenten-Konferenz zur Corona-Pandemie wurde beschlossen, daß Regionen oder Länder, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine 7-Tages-Inzidenz von über 100 aufweisen, eine strikte "Notbremse" einzuhalten haben. Diese bedeutet eine Rückkehr zum Status von vor den Lockerungen vom 8. März. Anders als bei früheren Regelungen gelten diese Einschränkungen in Nordrhein-Westfalen (Inzidenz aktuell 128,8) nicht landesweit, sondern nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung nur für die jeweils betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte.

Nachdem der Rhein-Sieg-Kreis die 100er-Marke am Freitag (105,7) und Samstag (105,4) überschritten hatte, fiel die 7-Tages-Inzidenz am heutigen Sonntag wieder auf 92,5. Damit ist das Kreisgebiet in der kommenden Woche zunächst nicht von der "Notbremse" betroffen. Demnach werden zum Beispiel die persönlichen Kontakt-Beschränkungen (Treffen von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zuzüglich Kindern bis 14 Jahre) nicht wieder verschärft, der Handel darf mit vorheriger Terminvergabe geöffnet bleiben und muß nicht zur reinen Abholregelung ("Click & Collect") zurückkehren.

Gleiches gilt für den benachbarten Rheinisch-Bergischen Kreis, dessen Inzidenzzahl ebenfalls nach zwei Tagen wieder unter den Schwellenwert fiel. Anders der Oberbergische Kreis, der seit nunmehr 18 Tagen eine 7-Tages-Inzidenz über 100 aufweist (aktuell 158,4). Wie für die meisten der von der "Notbremse" betroffenen 37 Landkreise oder kreisfreien Städte in NRW gilt hier aber die "Test-Option" über eine Allgemeinverfügung. Das heißt, daß die Einschränkungen für Personen mit einem bestätigten negativen Schnell- oder Selbsttest, der nicht älter als 24 Stunden ist, ausgesetzt werden, davon ausgenommen sind aber die strengeren Kontakt-Beschränkungen. (cs)


28.03.2021 - Vereine, Umwelt, Soziales:

Turnverein Donrath-Mitglieder bei Müllsammelaktion aktiv

(Foto : Turnverein Donrath)

Eine Information des Turnverein Dorath :  Die Gym-Walkinggruppe des Turnverein Donrath hat trotz aller Corona-Einschränkungen mit Abstand ein "Donrath fegt los" auf die Beine gestellt.
 Alle Gruppenmitglieder haben in dieser besonderen Zeit dem Verein die Treue gehalten und das Freiluft-Sportangebot wurde auch während der nass-kalten Jahreszeit wahrgenommen.
 Die Stöcke schwingend ging es durch den Winterwald, und jetzt erst recht, wo die Natur wieder erwacht.

Um ungetrübte Freude zu empfinden, wurde am 23. März dann die Gegend in und um Donrath von Müll und Unrat unterschiedlichster Form befreit.
 Alte Wahlplakate, eine gefühlte Million unverrottbarer Zigarettenkippen, gefüllte Hundekotbeutel, Pappbecher sowie der Abfall rund um die überfüllten Mülleimer wurden eingesammelt. Mit Zangen und Müllbeuteln ausgerüstet wurde ein ganzer Anhänger voll gesammelt. Der Turnverein Donrath hatte die Gerätschaften und den Abtransport des Mülls organisiert und so hoffen wir, dass es eine Weile so sauber bleibt und vielleicht irgendwann so eine Aktion überflüssig wird !  
Ein großes Danke schön an alle Helfenden !


28.03.2021 - Vermischtes:

Letztmalige (?) Umstellung auf die Sommerzeit ist erfolgt

In der vergangenen Nacht fand die jährliche Umstellung auf die - in Deutschland erneut im Jahre 1980 zur Harmonisierung des europäischen Binnenmarktes eingeführte - Sommerzeit statt. Der heutige Sonntag hat daher nur 23 Stunden. Somit ist es in den nächsten Monaten abends wieder eine Stunde länger hell.

Nach einer Online-Umfrage der EU-Kommission unter den Bürgerinnen und Bürgern der Mitgliedsstaaten im Jahre 2018 und einem entsprechenden Beschluß des EU-Parlaments im Folgejahr sollte zukünftig auf eine Zeitumstellung verzichtet werden. 2021 war als letztes Jahr mit einem Wechsel zwischen Normal- und Sommerzeit vorgesehen. Danach sollte es den einzelnen Staaten überlassen werden, welche Zeitregelung sie ganzjährig beibehalten wollen. Die damalige Umfrage ergab die Bevorzugung einer dauerhaften Sommerzeit, welche auch von den meisten Staaten präferiert wird.

Ob es allerdings in diesem Jahr tatsächlich noch zu entsprechenden Verordnungen oder gesetzlichen Neuregelungen durch die Einzelstaaten kommen wird, ist angesichts der Beschäftigung der Behörden mit der aktuellen Corona-Pandemie sehr unwahrscheinlich. (cs)


27.03.2021 - Vereine, Karneval, Soziales, Kindergärten, Schulen:

'Ortsring Birk' verteilte Spenden statt 'Kamelle'

(Fotos : 'Ortsring Birk')

Eine Information des 'Ortsring Birk' :  Jedes Jahr, wenn es klingelt und die fleißigen Sammler des Ortsrings Birk vor der Tür stehen und Spenden für "Kamelle" sammeln, wissen die Birker "Bald ist es wieder soweit !  D’r Zoch kütt !". Doch in diesem Jahr sollte alles anders kommen. Die strahlenden Kinderaugen am Straßenrand wichen den medizinischen Masken. Aber wie einst schon Goethe sagte : "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen."

In seinem Selbstverständnis als Dachverband 15 ortsansässiger Vereine ließ der Ortstring Birk es sich also nicht nehmen, den Kindern unserer Dörfer doch noch eine Freude zu bereiten. "Es müssen ja nicht immer die "Kamelle" sein !  Wieso nutzen wir unsere Gelder nicht auch, um unsere Kindergärten und Schulen zu unterstützen ?!", so der Vorsitzende des Vereins, Hubert Müller, der die großzügige Spende von insgesamt 1.500 Euro an den katholischen Kindergarten 'Sankt Mariä Geburt' In Lohmar-Heide, den evangelischen Kindergarten 'Regenbogenhaus' in Lohmar-Birk sowie an die Grundschule Birk überreichte.

Das Geld käme genau zum richtigen Zeitpunkt, so Vertreter der Grundschule Birk, die die Spende für die Neuanschaffung von Schulbüchern nutzen wird.
 Der Ortsring Birk freut sich, dass die alternativen "Kamelle" in diesem Jahr gut investiert werden konnten und hofft, in der nächsten Zeit auch wieder das Vereinsleben und die Geselligkeit im Dorf aufleben lassen zu können. Bis dahin heißt es weiterhin negativ und gleichzeitig optimistisch zu bleiben !


26.03.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit:

Impfungen für die Generation Ü70 starten am 8. April

Eine Information der Kreisverwaltung :  Ab dem 8. April können die ersten Personen der Generation Ü70 geimpft werden. Das legt der aktuelle Impf-Erlass des Landes NRW fest, den der Rhein-Sieg-Kreis jetzt erhalten hat.

Wie bereits bei der Generation Ü80 können Termine auch diesmal ausschließlich über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) vereinbart werden. Anders als bei der ersten "Impfgruppe" erfolgt der Aufruf zur Impfung aber diesmal jahrgangsweise, das heißt, im ersten Schritt sind zunächst die 79-Jährigen dran. Sie erhalten in Kürze vom Rhein-Sieg-Kreis ein entsprechendes Informationsschreiben. Anschließend folgen sukzessive die weiteren Jahrgänge. Durch die konsequente Trennung soll eine Überlastung der Terminbuchungs-Systeme vermieden werden. Gemeinsame Terminbuchungen für Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sollen aber auch diesmal möglich sein.

Ab dem 6. April werden die Buchungssysteme freigeschaltet. Termine können dann entweder auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung unter  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.116117.de  oder telefonisch unter der zentralen Rufnummer 0800 / 11611701 vereinbart werden. - "Ich bin sehr froh, dass es nun auch für die zweite Altersgruppe losgeht", betont Landrat Sebastian Schuster. "Nur, wenn es uns gelingt, die Bevölkerung zügig zu immunisieren, können wir dem Virus Paroli bieten und uns die Normalität zurückerobern."

Ebenfalls ab dem 6. April sollen nach dem Erlass Personen mit Vorerkrankungen der Priorität 2 durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte geimpft werden können. Hierzu gehören beispielsweise Personen nach einer Organtransplantation, mit behandlungsbedürftigen Krebs- und chronischen Lungenerkrankungen. Die komplette Impfreihenfolge ist auf der Internetseite des Bundesgesundheits-Ministeriums ( Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.zusammengegencorona.de ) abrufbar.

Ganz wichtig :  Die vom Land NRW eröffnete Möglichkeit, freie Termine in den Impfzentren zu nutzen, um Personen mit Vorerkrankungen aus der Priorität 2 "vorzuziehen", greift im Rhein-Sieg-Kreis nicht. "Wir haben in unserem Impfzentrum mangels Impfstoffs keine Möglichkeit, weitere Termine freizuschalten. Durch die besondere Altersstruktur des Rhein-Sieg-Kreises läuft dort aktuell auch noch die Immunisierung der Generation Ü80", erläutert Landrat Sebastian Schuster. Mehr als 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner des Rhein-Sieg-Kreises gehören aufgrund ihres Alters zur Priorität 1.


26.03.2021 - Polizeimeldungen:

Fußgängerin beim Entleeren eines Altglascontainers verletzt

(Foto : Kreispolizeibehörde)

Eine Information dre Kreispolizeibehörde :  Ein sehr untypischer Unfall mit glücklicherweise glimpflichen Ausgang ereignete sich am Donnerstagmittag (25.03.) gegen 12.30 Uhr im Wendehammer der Parkstraße in Lohmar. Der 51-jährige Fahrer eines Recycling-Unternehmens wollte einen gefüllten Glascontainer entleeren. Der Mann aus Bonn hatte dazu seinen LKW mit Kran neben dem Container abgestellt und das Behältnis zum Entleeren in den LKW angehoben.

Dabei geriet der Glascontainer nach seinen Angaben leicht ins Wanken und stieß gegen einen daneben aufgestellten Altkleidercontainer. Der Altkleidercontainer fiel nach hinten um und verletzte dabei eine 62-jährige Passantin aus Lohmar, die auf dem Gehweg der Parkstraße ging. Zur Behandlung ihrer blutigen Armverletzung kam die Frau ins Krankenhaus.


26.03.2021 - Polizeimeldungen, Kindergärten:

Kindergarten-Einbrüche in Breidt, Birk, Wahlscheid & Umland

Eine Information der Kreispolizeibehörde :  Insgesamt vier Mal musste die Polizei am Donnerstagvormittag (25.03.) zu Einbrüchen in Kindergärten in Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid ausrücken.

Los ging es um 7.20 Uhr im städtischen Kindergarten "Breidter Strolche" in Lohmar-Breidt. Über den angrenzenden Spielplatz waren die Täter in der Nacht von Mittwoch (24.03.) auf Donnerstag auf das Gelände des Kindergartens gelangt. Sie hebelten ein Fenster zum Waschraum auf und stiegen ein. Sie durchsuchten alle Gruppenräume und fanden eine schwarze Geldkassette mit etwas Bargeld, die sie stahlen.

Während die Polizeibeamten noch am Tatort in Breidt waren, meldete sich eine Erzieherin aus dem evangelischen Kindergarten "Regenbogenhaus" in Lohmar-Birk auf der Polizeileitstelle. Auch hier waren im Laufe der Nacht Einbrecher am Werk und auch hier wurde mit einem Hebelwerkzeug ein Fenster aufgebrochen. Nach bisherigen Einschätzungen waren die Täter aber nicht in das Kindergartengebäude gelangt und verursachten lediglich Sachschaden.

Von dort fuhren die Beamten zum 'AWO'-Kindergarten "Aggerwichtel" nach Lohmar-Wahlscheid. Hier hatten die Einbrecher eine rückwärtige Nebeneingangstür aufgebrochen. Sie durchsuchten das Büro der Kindergartenleitung und die Küche nach Beute. Gefunden haben sie offensichtlich nichts und entfernten sich ohne Beute vom Tatort.

Mehr Glück hatten die Einbrecher dann in Neunkirchen im katholischen Kindergarten 'Sankt Margareta'. Hier erbeuteten sie aus einem verschlossenen Büroschrank zwei Fotokameras und etwas Portogeld. Um einzubrechen hatten sich die Diebe zunächst an einer massiven Metalltür versucht. Nachdem sie die Tür nicht aufbekommen hatten, hebelten sie ein Fenster, zwar auf der falschen Anschlagseite, schließlich aber doch erfolgreich brachial auf. Der Sachschaden an Fenster und Tür beläuft sich auf rund 1.000 Euro.

Ob die Taten von denselben Tätern begangen wurden, ist unklar. Wer hat etwas in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag beobachtet ?  Hinweise an die Polizei unter der Rufnummer 02241 / 5413121.

Weitere Fälle ereigneten sich in der gleichen Nacht in Overath :


26.03.2021 - Gesundheit, Kreisverwaltung:

Status Quo der Infektionszahlen im Kreis und der Stadt

Von den bundesweit steigenden Fallzahlen von "SARS-CoV-2"-Infektionen ist auch der Rhein-Sieg-Kreis nicht unverschont geblieben, wenn auch mit einer zeitlichen Verzögerung. Die bundesweite 7-Tages-Inzidenz (Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) ist am heutigen Freitag auf 119,1 angestiegen. Der niedrigste Wert dieses Jahres wurde am 19. Februar mit 56,8 verzeichnet, seither gab es also mehr als eine Verdoppelung. Kurz vor Weihnachten lag die Inzidenz mit 197,6 allerdings nochmals deutlich höher.

In Nordrhein-Westfalen entspricht die 7-Tages-Inzidenz fast genau dem Bundes-Durchschnitt, sie beträgt aktuell 119,9. Auch der Rhein-Sieg-Kreis - am 3. März noch bei beim Jahres-Tiefststand von 36,8 - hat die für neuerliche Einschränkungen maßgebliche Grenze von 100 überschritten. Am heutigen Freitag ist der Wert auf 105,7 gestiegen, Tendenz nach oben. - Aber woran liegt der Anstieg ?  Der dürfte mehrere Gründe haben. Einen Anteil haben die nun fast flächendeckend in den Kommunen kostenfrei angebotenen Schnelltests. Hier werden auch symptomfreie Infizierte ermittelt. Diese Feststellungen und ihre Konsequenzen (Meldung ans Gesundheitsamt, PCR-Test, bei Bestätigung Quarantäne) senken das Infektionsrisiko, lassen die Inzidenzzahlen zunächst aber zusätzlich ansteigen.

In absoluten Zahlen heißt das für den Rhein-Sieg-Kreis, daß sich bislang - nach Test bestätigt - 17.328 Menschen mit dem aktuellen Virus inclusive seiner Abwandlungen (aktueller Anteil schon 54,6 %) infiziert haben, somit knapp 2,9 Prozent der Bevölkerung. Die Akutfälle haben sich seit dem 23. Februar (327) mit derzeit 1.040 mehr als verdreifacht. Ähnliches gilt für die Anzahl der in "häuslicher Absonderung" befindlichen Menschen, deren Zahl stieg im gleichen Zeitraum von 1.263 bis gestern auf 3.055. Verlangsamt hat sich dagegen die Zunahme der Todesfälle in Verbindung mit einer "COVID-19"-Erkrankung, in den letzten sieben Tagen wurden "nur noch" zwei im gesamten Kreisgebiet registriert.

Die Zahlen in Lohmar sind nach dem Rückgang bis zum Ende der ersten Märzwoche (9 Akutfälle) fast linear angestiegen. Mit 39 Akutfällen wurde diese Woche der höchste Wert seit sechs Wochen erreicht. Die Gesamtzahl der Infektionen seit März 2020 summiert sich aktuell auf 814 (knapp 2,7 Prozent der Einwohner/innen). Nach mehr als drei Wochen ohne Veränderung erhöhte sich die Zahl der an oder mit der Erkrankung verstorbenen Personen am vergangenen Wochenende von 23 auf 24.

Verstärkt hat sich der Trend, daß sich das Infektions-Geschehen - soweit überhaupt nachvollziehbar - von einem Schwerpunkt bei den Seniorenheimen auf die Kindergärten und Schulen verlagert hat, wenn dort auch zumeist nur Einzelfälle vorliegen. Nach den jüngsten Zahlen des Kreisgesundheitsamtes sind kreisweit schon 24 Kindertagesstätten (insgesamt 33 Infektionsfälle) und 20 Schulen (35 Fälle) betroffen. Einen starken Anstieg verzeichneten jüngst Wohnheime oder Werkstätten für gehandicapte Personen. Es sind zwar "nur" sechs Einrichtungen tangiert, diese aber mit 65 Fällen. Seniorenheime oder Pflegedienste sind mit 30 Fällen in zehn Häusern vertreten, Wirtschaftsbetriebe mit 56 Fällen in vier Firmen.

In diesem Zusammenhang nochmals zurück nach Lohmar :  Hier liegen nach der jüngsten bekannten Erhebung vom Dienstag dieser Woche Infektionsfälle in zwei Kindertagesstätten vor. (cs)


24.03.2021 - Gesundheit, Recht:

Unausgegorene 'Ruhetage' über Ostern zurückgenommen

Erst in der Nacht auf Dienstag hatte die Ministerpräsidenten-Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel die Einführung von zwei "Ruhetagen" am Gründonnerstag (01.04.) und Karsamstag (03.04.) "verordnet". Demnach hätten an besagtem Samstag nur Lebensmittelgeschäfte im engeren Sinne öffnen dürfen. Aber was bedeuten solche nirgends definierten "Ruhetage" für die Wirtschaft und andere Lebensbereiche im Allgemeinen - eine Zwangspause ?  Darüber herrschte weitgehend Verwirrung.

Ein weiterer Kritikpunkt bei einer kompletten Schließung des Handels am Donnerstag war das zu erwartende verstärkte Einkaufsgeschehen in Supermärkten am Mittwoch und Samstag - kontraproduktiv zur beabsichtigten Reduzierung von Kontakten. Unverständnis gab es auch von Seiten der Kirchen, trotz eingeübter Hygiene-Konzepte gerade zu Ostern auf Präsenz-Gottesdienste verzichten zu sollen.

Die bittere Konsequenz läßt an der Sinnhaftigkeit der Beschlüsse der Ministerpräsidenten zweifeln :  Nach nicht einmal zwei Tagen wurde der unausgegorene Schnellschuß der "Ruhezeit zu Ostern" zurückgenommen, Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm die Schuld auf sich und entschuldigte sich heute mittag öffentlich für die Vorgabe. Die verordneten "Ruhetage" an besagtem Donnerstag und Samstag sind damit vom Tisch. (cs)



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