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Sonntag, 11. April 2021

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Aktuelle Nachrichten

11.04.2021 - Gesundheit, Kreisverwaltung

Ungereimtheiten beim Impfgeschehen im Rhein-Sieg-Kreis

Nach wie vor veröffentlicht die Kreisverwaltung irreführende Zahlen zum Impffortschritt im Kreisgebiet, die die Situation geschönt erscheinen lassen. So wird behauptet, daß "mit Stand Freitag, 9. April, im Rhein-Sieg-Kreis 111.915 Personen mit der Erst- und Zweitimpfung geimpft wurden". Doch so viele Personen erhielten noch nicht einmal die Erstimpfung. Der Trick der Kreisverwaltung : die Erst- und Zweitimpfungen werden einfach zu einer Gesamtsumme zusammengefasst. Diese mißverständliche Vorgehensweise bestätigte die Pressestelle des Kreises vor kurzem auf unsere Anfrage (wir berichteten). Zumindest hätte es heißen müssen "wurden mit der Erst- oder Zweitimpfung geimpft".

Detailzahlen zu den Erst- oder Zweitimpfungen sowie den jeweils verwendeten Impfstoffen veröffentlicht die Kreisverwaltung im Gegensatz zu benachbarten Kreisen selbst nicht. Legt man die durchschnittliche Impfquote in Nordrhein-Westfalen zugrunde, ergibt sich anhand der angegebenen Gesamtzahl (111.915 Impfungen) folgendes Bild :  Ein Anteil von 73,2 Prozent Erstimpfungen entspräche rund 82.000 Personen, die mindestens einmal geimpft sind (13,7 % der RSK-Bevölkerung), 26,8 Prozent Zweitimpfungen rund 30.000 Personen, die vollständig geimpft sind (5 % der RSK-Bevölkerung). Demnach wären erst 82.000 (verschiedene) Personen überhaupt geimpft, nicht 112.000, wie die Zahl des Kreises suggeriert. Mit der Erst- und Zweitimpfung wären demnach nur 30.000 Menschen versorgt.
(Quelle Anteil Erst- und Zweitimpfungen in NRW :  Digitales Impfquoten-Monitoring / 'Robert-Koch-Institut', Stand 10.04.2021, 10 Uhr)

Vergleicht man die Zahlen mit dem Landesdurchschnitt in Nordrhein-Westfalen, hätten im Rhein-Sieg-Kreis bereits 91.800 Personen eine Erstimpfung erhalten müssen (15,3 % der Bevölkerung), 33.600 Personen davon auch die Zweitimpfung (5,6 % der Bevölkerung). Um den Landesdurchschnitt zu erreichen, hätten im Kreisgebiet also bereits 125.400 Impfdosen verabreicht werden müssen.
(Quelle der Prozentwerte für NRW :  impfdashboard.de / Bundesministerium für Gesundheit sowie übereinstimmend 'Robert-Koch-Institut', Stand jeweils 09.04.2021)

Doch ist die kommunizierte Gesamtzahl von bisher geleisteten knapp 112.000 Corona-Schutzimpfungen im Kreisgebiet überhaupt korrekt ?  Die für diesbezügliche Meldungen zuständige 'Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein' listet für den Rhein-Sieg-Kreis mit gleichem Datum (Stand 09.04.) viel niedrigere Zahlen auf. Demnach beträgt die Gesamtzahl der Impfungen nur 86.057, davon 55.697 Erstimpfungen (entspräche 9,3 % der RSK-Bevölkerung) und 30.360 Zweitimpfungen (5,1 % der RSK-Bevölkerung). Hier wird auch eine genaue Aufteilung nach Vakzin-Herstellern mitgeliefert :
'BioNTech / Pfizer' :  42.888 Erst- und 30.260 Zweitimpfungen
'AstraZeneca' :  11.138 Erstimpfungen, keine Zweitimpfung
'Moderna' :  1.671 Erst- und 100 Zweitimpfungen
(Quelle :  coronaimpfung.nrw / 'Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein', Stand 09.04.2021, 13 Uhr)

Dies ist nicht die einzige Fragwürdigkeit bezüglich des Impfgeschehens im Rhein-Sieg-Kreis. Für viel Unmut sorgte die in ganz Nordrhein-Westfalen einmalige Entscheidung, das Sonderkontingent an 'AstraZeneca'-Impfstoff (14.000 Dosen), das nur noch an Personen über 60 Jahren verabreicht werden darf, nicht über das Impfzentrum in Sankt Augustin, sondern ausschließlich über Hausarztpraxen (insgesamt rund 35 Schwerpunkt-Praxen) zu verimpfen. Damit konnten die Termine nicht mehr über das Online-Portal oder die Hotline der 'Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein' gebucht werden. Nach Schilderungen von Betroffenen wurden elektronische Anfragen dort abgewiesen, telefonische Nachfragen an die Arztpraxen verwiesen.

Das Ergebnis nach den Osterfeiertagen war ein Ansturm und unzählige Telefonanfragen bei den Hausärztinnen und Hausärzten, die überwiegend aber keinen Impfstoff erhielten und auch nicht rechtzeitig über die damit versorgten Schwerpunkt-Praxen informiert wurden, somit zumeist keine befriedigenden Auskünfte oder Hilfestellungen geben konnten. Der bei den impfwilligen Personen der betroffenen Altersgruppe der zwischen 60- und 79-Jährigen entstandene Unmut entlud sich in einem Shitstorm gegenüber Landrat Sebastian Schuster in den sogenannten Sozialen Medien und bei der Kreisverwaltung selbst.

Die zahlreichen Beschwerden führten zur nächsten Ungereimtheit. Wie der Landrat nach einer diesbezüglichen Anfrage der SPD- und FDP-Kreistagsfraktionen einräumen mußte, wurden zahlreiche der Beschwerdeführer mit Impfterminen versorgt, ohne daß diese den regulären Weg über die Hausarztpraxen gehen mußten, welche den begrenzten Impfstoff eigentlich nach einer Risikoabwägung unter den Patienten vergeben sollten. Statt dessen erhielten 200 Personen "chronologisch nach Mail-Eingang", so Schuster, eine Impf-ID - mit einer solchen kann man sich über das Online-Portal "rsk.impfsystem.de" für einen Termin im Impfzentrum registrieren.

Gedacht ist dieser Weg eigentlich für Angehörige besonders gefährdeter Berufe nach verschiedenen Priorisierungsgruppen. Landrat Sebastian Schuster spricht davon, sich "erstmalig und einmalig" dafür entschieden zu haben, "200 Termine kurzfristig und unbürokratisch an über 60-Jährige zu vergeben, um Lücken zu füllen". Die SPD-Kreistagsfraktion bezeichnet den Vorgang dagegen als "willkürliche Vergabe" von Impfterminen sowie "Impftermine erster und zweiter Klasse", die zu einem Vertrauensverlust der Bürger/innen führe. (cs)


10.04.2021 - Baumaßnahmen, Verkehr, Stadtverwaltung

Unterspülter Pfeiler sorgte für Sperrung der Aggerbrücke

Am gestrigen Freitag mußte die Fußgängerbrücke über die Agger gesperrt werden, die vom Donrather Dornheckenweg zum Wanderweg in Richtung Reelsiefen im Aggertal sowie einem Waldweg nach Wielpütz führt (wir berichteten). Ursächlich ist eine im Rahmen der regelmäßigen Bauwerksprüfung und einer nachfolgenden Schadensanalyse festgestellte teilweise Unterspülung des Gründungskörpers in der Flußmitte, der einen Betonpfeiler trägt. Auf diesem liegen die Doppel-T-Stahlträger auf, die zu beiden Flußufern führen. Bei genauer Betrachtung ist eine minimale Schiefstellung des Pfeilers auszumachen.

Unter Verkehrslasten, so das städtische Tiefbauamt, könne die Standsicherheit der Brücke nicht gewährleistet werden. Aus Gründen der Sicherheit wurde die sofortige Sperrung vorgenommen. Nun soll schnellstmöglich eine bauliche Ertüchtigung erfolgen, die die Standfestigkeit der Pfeilers in der Flußmitte wiederherstellt. Eine Zeitplanung konnte seitens der Stadtverwaltung noch nicht kommuniziert werden. (cs)


10.04.2021 - Polizeimeldungen

Polizei warnt vor betrügerischen Paketverfolgungs-SMS

Eine Information der Kreispolizeibehörde Rhein-Berg :  Die gefälschten SMS kündigen die Zustellung eines Pakets an und verlinken hierzu eine Paketverfolgung. Dieser SMS-Download-Link führt jedoch zu einer Schadsoftware mit erheblichen Gefahrenpotenzial. Einmal angeklickt, kapern die Kriminellen das Smartphone und verschicken zahlreiche SMS an andere Nutzerinnen und Nutzer weiter, um auf gespeicherte Passwörter zuzugreifen. Allein der Rheinisch-Bergische Kreis verzeichnet mittlerweile Anzeigen im zweistelligen Bereich, die Dunkelziffer dürfte jedoch wesentlich höher sein.

Die Masche betrifft nicht nur Android-User, auch 'iPhone'-Nutzer sind zunehmend betroffen. Apps können zwar nicht einfach so installiert werden, dennoch besteht durch eine aktuell bestehende Sicherheitslücke die Gefahr, dass über einen manipulierten Link Apple-Geräte kompromittiert werden können. Es wird dringend zum Update auf 'iOS 14.4.2' vom 26.03.2021 oder neuer geraten. Wer dem Link folgt, bekommt möglicherweise eine Seite mit der Nachricht "Ihr iPhone wurde gehackt. Alle Ihre Aktionen auf dem Gerät werden von einem Hacker verfolgt. Sofortiges Handeln ist erforderlich !" und wird gegebenenfalls auf eine App im App-Store geführt. Die App sollte auf keinen Fall installiert werden !

Um sich vor diesen Angriffen zu schützen, sollten Sie auf keinen Fall auf Links von unbekannten Absenderinnen und Absendern klicken. Wenn Sie eine sogenannte Smishing-SMS erhalten, heißt das nicht zwangsläufig, dass die Schadsoftware auf Ihrem Smartphone installiert ist. Solange Sie den Link nicht angeklickt und die App nicht installiert haben, kann noch nichts passiert sein.

Wenn Sie die App bereits auf ihrem Smartphone installiert haben, sollten Sie Folgendes tun :  Schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus. Informieren Sie Ihren Provider. Richten Sie die Drittanbietersperre ein. Prüfen Sie, ob durch die SMS bereits Kosten entstanden sind. Fragen Sie bei Ihrem Provider nach und bitten um einen Kostennachweis. Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Bringen Sie dazu das Smartphone, gegebenenfalls Fotos vom Bildschirm, Kostennachweise und weitere relevante Informationen mit.


09.04.2021 - Polizeimeldungen, Verkehr

Polizei hat 'illegale Raser-, Poser- und Tunerszene' im Fokus

Eine Information der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg :  Nachdem sich am letzten Samstag (03.04.) rund 200 Fahrzeuge aus der "illegalen Raser-, Poser- und Tunerszene" in einer öffentlichen Tiefgarage in Sankt Augustin getroffen hatten und dadurch eine massive Belästigung der Anwohner entstanden war, wurde das Treffen von der Polizei aufgelöst. Darüber hinaus wurden auch Verstöße gegen die Corona-Schutzregeln festgestellt und geahndet.

An den folgenden Ostertagen versuchten Mitglieder aus der Szene, sich im Zuständigkeitsbereich der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis zu erneuten Treffen zu versammeln. Durch die angekündigte massive Polizeipräsenz an den potentiellen Treffpunkten kamen weitere Treffen nicht zustande. Die erkannten Fahrzeuge der Szene und deren Fahrer wurden kontrolliert und erhielten Platzverweise.

Nach polizeilichen Erkenntnissen hat die Szene weitere Treffen im Rhein-Sieg-Kreis geplant. Darauf ist die Polizei Rhein-Sieg eingestellt und wird am kommenden Wochenende wieder verstärkt kontrollieren. Durch die starke polizeiliche Präsenz an den bekannten Treffpunkten und den hohen Kontrolldruck sollen die Beeinträchtigungen für die Allgemeinheit sowie mögliche Gefahren für Leib und Leben nachdrücklich bekämpft werden. Dabei arbeitet die Polizei mit den Ordnungsbehörden eng zusammen.

Bei den Kontrollen der Szenemitglieder durch besonders geschulte Polizistinnen und Polizisten der Direktion Verkehr liegt der Fokus auf dem Fahrerlaubnis- und Zulassungsrecht mit der möglichen Folge der Beschlagnahme von Führerscheinen und Fahrzeugen. Grundlage für das Einsatzkonzept ist der seit vielen Jahren praktizierte und erfolgreiche Maßnahmenkatalog des Polizeipräsidiums Köln.


09.04.2021 - Baumaßnahmen, Verkehr, Stadtverwaltung

Sperrung der Fußgänger-Aggerbrücke am Dornheckenweg

(Archivfoto : rhein-sieg.info)

Nach der Hängebrücke zwischen Donrath und Heppenberg (nach Ertüchtigung vorerst wieder benutzbar, Neubau geplant) und der Holzbrücke zwischen Agger und Honsbach (endgültig gesperrt, Neubau projektiert) ist nun die dritte Fußgänger-Brücke über die Agger von aufgetretenen Schäden betroffen. So mußte die Brücke zwischen dem Dornheckenweg in Donrath und dem Wanderweg nach Reelsiefen kurzfristig gesperrt werden, wie die Stadtverwaltung mitteilt :

Eine Information des städtischen Tiefbauamtes :  Die Stadt Lohmar musste die Brücke über die Agger in Donrath am Dornheckenweg sperren. Grund waren aktuelle Erkenntnisse einer Bauwerksprüfung, die die Stadt Lohmar regelmäßig an ihren Brücken durchführen lässt. Im Rahmen dieser Prüfung wurde - neben der Brücke bei Naafshäuschen - auch hier eine weitergehende, objektbezogene Schadensanalyse erforderlich. Diese vertiefende Untersuchung ist vorzunehmen, wenn im Zuge der Bauwerksprüfung eine zweifelsfreie Schadensbewertung nicht möglich ist.

Die Untersuchungen am Gründungskörper des Brückenpfeilers ergaben, dass die vorliegende Flachgründung aus Natursteinen durch Ausspülungen gefährdet ist. Die abschließende Schadensanalyse kam zu dem Ergebnis, dass die Standsicherheit der Brücke unter Verkehrslasten nicht garantiert werden kann.

Das Tiefbauamt der Stadt Lohmar hat eine Umleitung entlang der Bundesstraße B 484 eingerichtet und prüft eine schnellstmögliche bauliche Ertüchtigung, insbesondere mit Blick auf die ausgewiesenen Fahrrad- und Wanderrouten. Die nächstgelegenen Querungs-Mglichkeiten befinden sich nördlich in Höhe Kreuznaaf und südlich in Höhe Heppenberg. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis.


08.04.2021 - Landesregierung, Schulen, Gesundheit

Schulen starten nach den Osterferien mit Distanzunterricht

Eine Information des NRW-Ministeriums für Schule und Bildung :  Ab dem kommenden Montag werden alle Schulen in Nordrhein-Westfalen in den Schulbetrieb nach den Osterferien zunächst für eine Woche im Distanzunterricht starten.

"Das bis dato immer noch unsicher einzuschätzende und schwer zu bewertende Infektionsgeschehen nach der ersten Osterferienwoche und dem Osterfest mit diffusen Infektionsausbrüchen erfordert eine Anpassung des Schulbetriebes in der kommenden Woche. Deswegen hat die Landesregierung für alle Schulformen und alle Schülerinnen und Schüler entschieden, begrenzt für die eine Woche nach den Osterferien, Distanzunterricht vorzusehen. Ausgenommen bleiben die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II inklusive der Qualifikationsphase 1, die sich weiterhin auch im Präsenzunterricht auf die Prüfungen vorbereiten können", so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Ab dem 19. April soll der Unterricht an den Schulen dann - sofern es das Infektionsgeschehen zulässt - wieder mit Präsenzanteilen (Wechselunterricht) fortgesetzt werden. Die Durchführung des Präsenzunterrichts ab diesem Zeitpunkt erfordert weiterhin unsere strengen Vorgaben zur Hygiene und zum Infektionsschutz sowie ein Fortschreiten des Impfens. Dies soll auch durch ein Vorziehen der Impfungen für Grundschul-Lehrerinnen und -Lehrer, die bislang noch keine Impfung erhalten haben, erfolgen.


08.04.2021 - Gesundheit, Recht, Kreisverwaltung, Landesregierung

Aufhebung der Corona-'Notbremse' für den Kreis erwartet

Mit Wirkung vom 29. März wurde in Nordrhein-Westfalen der Passus einer "Notbremse" in die Corona-Schutzverordnung aufgenommen. Diese nahm vorherige Lockerungen des schon seit November andauernden Shutdowns zurück, wenn die 7-Tages-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt für drei Tage in Folge über dem Wert von 100 liegt. Für den Rhein-Sieg-Kreis wurde von dieser "Notbremse" Gebrauch gemacht, auch wenn die maßgeblichen, dem 'Landeszentrum für Gesundheit NRW' (LZG) gemeldeten Daten zuvor nur an zwei aufeinander folgenden Tagen über dem Schwellenwert lagen.

Seit dem 1. April liegt die 7-Tages-Inzidenz wieder durchgehend unter der 100er-Marke. Nach der damaligen Corona-Schutzverordnung hätte die "Notbremse" schon nach drei Tagen wieder gelockert werden müssen. Allerdings hat die Landesregierung die Verordnung mit Wirkung vom 7. April kurzerhand verändert und die dafür notwendige Anzahl Tage von drei auf mindestens sieben erhöht. Zudem müsse die Tendenz des Inzidenzwertes stabil nach unten weisen. Dies geschah, damit die nicht repräsentativen Osterfeiertage die Werte nicht beeinflussen. Somit konnte die "Notbremse" zunächst in keinem einzigen betroffenen Landkreis NRWs aufgehoben werden.

Für den Rhein-Sieg-Kreis ist die "Notbremse" aber auch unter den verschärften Bestimmungen nicht mehr zu halten. Die 7-Tages-Inzidenz liegt nun schon den achten Tag in Folge unter dem Schwellenwert von 100. Auch die Tendenz ist - wie in der Verordnung gefordert - eindeutig rückläufig, der Wert ist nämlich fast kontinuierlich auf heute 61,9 abgesunken.

Bei einer Aufhebung der "Notbremse" darf der Handel wieder nach Terminvereinbarung für jedermann öffnen ("Click & Meet"), die "Test-Option" der "Notbremse" eines tagesaktuellen negativen Corona-Tests ist dann nicht mehr notwendig. Außerdem würden die Kontaktbeschränkungen wieder gelockert, statt den Mitgliedern eines Haushaltes mit einer haushaltsfremden Person dürfen dann wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen (Kinder bis 14 Jahre werden jeweils nicht mitgezählt).

Bislang wurde die Anordnung der "Notbremse" für das Kreisgebiet jedoch noch nicht außer Kraft gesetzt. Sobald dies geschieht, tritt die Aufhebung am Tag nach ihrer Verkündung durch das Landes-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Kraft. (cs)


08.04.2021 - Vereine, Sport, Personen

Trendsport 'Powerhooping' beim Turnverein Donrath

Allison Köller - (Foto : privat)

Eine Information des 'Turnverein Donrath' :  Wir gratulieren Allison Köller zur erfolgreich abgeschlossenen Prüfung zum "Powerhoop Instructor". Sie bietet in NRW als erste ausgebildete "Powerhoop"-Trainerin Kurse im Turnverein Donrath an. "Powerhoop" ist ein Ganzkörper-Workout mit einem auffallend gewichteten Fitness-Hula-Hoop-Reifen, der die Taille schlanker macht und die Rumpfmuskulatur kräftigt.

Das Workout strafft den Bauch, kräftigt die Muskeln im unteren Rückenbereich und Abdomen und sorgt für eine straffe Gesäßmuskulatur, Hüften und Oberschenkel. Powerhooping bietet ein ausgewogenes, symmetrisches Training der Rumpfmuskulatur und unterstützt so die Stabilität und Ausrichtung der Wirbelsäule. Es ist für alle Altersgruppen geeignet.

Zurzeit bietet der Turnverein Donrath montags einen Livestream-Kurs über "Zoom" an. Bei Wiedereröffnung der Hallen werden sowohl für Kinder als auch Erwachsene Kurse angeboten werden können. Interessenten wenden sich bitte an Allison :  Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailallisonk(at)hotmail.de .


08.04.2021 - Vereine, Natur, Soziales

Aufforstungs-Aktion - aus 1.000 wurden 3.000 Bäume

(Foto : 'HGV Lohmar')

Eine Information des Heimat- und Geschichtsverein Lohmar :  Erfolgreich abgeschlossen wurde vom HGV das Projekt "1000 Bäume für Lohmar". Nach einer Spendenaktion in der Vorweihnachtszeit 2019 durch den HGV, in Zusammenarbeit mit Vereinen und vielen Einzelspendern, konnten insgesamt 3.000 Bäume angeschafft werden. Entstanden ist im Lohmarer Wald bereits im Frühjahr 2020 ein ansehnlicher HGV-Pflanzgarten mit einem für Insekten ausgerichteten Blühstreifen und einem breit angelegten Strauch- und Baumstreifen.

Ein neu angelegter Rundweg führt vorbei an einer Infotafel, einem Insektenhotel und an vielen Schildern, die die gepflanzten Bäume und Sträucher benennen. Der Pflanzgarten wird sehr gut von Spaziergängern, Kindergruppen und sogar gerne von Geocachern angenommen. Am letzten März-Wochenende 2021 wurden nun die letzten Bäume unter den zu beachtenden Corona-Verhaltensregeln gepflanzt. Der HGV ist zuversichtlich, dass die insgesamt über 20 unterschiedlichen Laubbaum- und Straucharten gut mit den sich verändernden Klimabedingungen zurechtkommen und im Zusammenspiel mit einer natürlichen Naturverjüngung in Zukunft einen gesunden und überlebensfähigen Mischwald bilden werden. Zudem leisten die neu gepflanzten Bäume in der Zukunft einen wichtigen Beitrag zur CO2- Bindung und Sauerstofferzeugung.


07.04.2021 - Feuerwehr, Polizeimeldungen

Frau rettete sich bei Wohnungsbrand in Weegen vom Balkon

In der vergangenen Nacht kam es erneut zu einem folgenschweren Brand auf dem Breidter Rücken. In diesem Falle war der Ortsteil Weegen betroffen. Gegen 3.10 Uhr wurden die Feuerwehrleute der Standorte Breidt, Birk und Lohmar über ihre Funkempfänger und zusätzlich Sirenen alarmiert. Höchste Eile war geboten, da bezüglich eines Wohnungsbrandes auch gemeldet worden war, daß Menschenleben in Gefahr seien.

In einer Wohnung im ersten Obergeschoß eines Mehrfamilienhauses an der Dr.-Kallen-Straße am Ortseingang von Weegen war aus noch unklarem Grund ein Feuer ausgebrochen, das sich schnell zu einem Vollbrand der Räumlichkeiten entwickelte. Die Bewohnerin hatte keine Chance mehr, zur Wohnungstür und damit ins Treppenhaus zu gelangen. Sie rettete sich auf den Balkon, laut Feuerwehr mit den Flammen im Rücken. Um sich aus der Gefahrenzone zu bringen, kletterte oder sprang sie vom Balkon. (cs)


06.04.2021 - Baumaßnahmen

Baufortschritte am neuen 'Agnes-Schmitz-Weg' in Breidt

Im vergangenen Jahr wurde seitens der Politik die Benennung einer neuen Wohnstraße im Südosten der Ortschaft Breidt nach der früheren Lehrerin Agnes Schmitz (1931-1996) der örtlichen Volksschule beschlossen. Mittlerweile ist die Bezeichnung auch vor Ort erkenntlich, das Straßenschild, das den "Agnes-Schmitz-Weg" ausweist, wurde installiert. Ein Zusatzschild informiert kurz über den beruflichen Hintergrund der Namensstifterin.

Aber nicht nur das Schild wurde aufgestellt, auch die vier Grundstücke auf der Nordseite der nur rund 100 Meter langen Straße sind bereits bebaut. Hier entstehen - schon deutlich über den Rohbaustatus fortgeschritten - vier Doppelhäuser mit acht Wohneinheiten. (cs)

Nähere Infos zum Hintergrund aus unserer Meldung vom 18.06.2020 :


06.04.2021 - Wetter

Der Ostermontag - ein Apriltag wie aus dem Bilderbuch

Nachdem in der Vorwoche noch 20 Crad Celsius erreicht wurden, machte der Ostermontag dem April wettertechnisch alle Ehre. Das Geschehen wechselte praktisch im Halbstundentakt. Wieder und wieder folgte auf Schneeregen Sonnenschein, auf stürmische Böen absolute Windstille. Zwischendurch war auch noch Hagel zu verzeichnen und Donnergrollen eines Gewitters zu vernehmen. Passend zum zumeist löchrigen Wolkenhimmel war auch das lokale Geschehen : An einem Ort breitete sich eine geschlossene, wenn auch dünne Schneedecke aus, nur zwei Kilometer entfernt zeugten grüne Wiesen und intensiver Sonnenschein vom Frühling - ein Apriltag wie aus dem Bilderbuch. Die nächsten Tage ist übrigens mit ähnlich wechselhaftem Wetter zu rechnen. (cs)


05.04.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit

Kreis erläutert Vorgehen bei 'AstraZeneca'-Impfkontingent

Im Rhein-Sieg-Kreis werden die nicht mehr für unter 60-Jährige verwendbaren und damit für ältere Jahrgänge freigegebenen Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers 'AstraZeneca' nicht über das Online-Buchungssystem der 'Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein' vergeben, sondern sollen über die Hausärzte verimpft werden. Nach vielfacher Kritik an dieser gegenüber anderen Städten und Kreisen abweichenden Regelung reagiert Landrat Sebastian Schuster mit einer Erläuterung der Vorgehensweise :

Eine Information der Kreisverwaltung :  Die Entscheidung des Rhein-Sieg-Kreises, das Sonderkontingent des 'AstraZeneca'-Impfstoffes dezentral zu verimpfen, hat zu sehr unterschiedlichen Reaktionen geführt. Deshalb erläutert Landrat Sebastian Schuster an dieser Stelle noch einmal, welche guten Gründe für den gewählten Schritt sprechen :

"Nachdem wir am Donnerstag vom Land darüber informiert wurden, dass für den Rhein-Sieg-Kreis ein Sonderkontingent 'AstraZeneca' von 14.000 Dosen für Ü 60-jährige Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt werden kann, haben wir uns gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung dazu entschieden, die Verimpfung dezentral vorzunehmen. Das hat mehrere praktische Gründe.

Eine Verimpfung in unserem Impfzentrum in Sankt Augustin hätte auf die Schnelle nicht funktioniert, da die Kapazitäten dort bis zum 18. April ausgelastet sind; wir hätten insgesamt sechs Wochen benötigt, um die Menge Impfstoff an die Menschen zu bringen. Genau aus diesem Grund habe ich die dezentrale Impfung, die im 15. Erlass des Landes auch ausdrücklich aufgeführt ist, auch weiterverfolgt.


05.04.2021 - Feuerwehr, Polizeimeldungen

Feuerwehr wegen eines verschütteten Jungen alarmiert

Ein zweites Drama an den Osterfeiertagen - nach dem tödlichen Brand am Vorabend - ist dem Stadtgebiet heute erspart geblieben. Dabei klang es zunächst ernst, als die Löschgruppe Scheiderhöhe um 14.20 Uhr alarmiert wurde, weil eine Person verschüttet worden sei. Einsatzort war die Wielpützer Straße im gleichnamigen Ortsteil. Dort stellte sich heraus, daß ein rund 10 Jahre alter Junge beim Spielen auf einem freien Grundstück an der sonst dicht bebauten Straße teilweise von Erdreich verschüttet worden war, als ein selbstgebauter Tunnel beziehungsweise eine Höhle eingestürzt war.

Nach Angaben der Feuerwehr hatten die Eltern den Jungen schon selbst freilegen können, bevor die Einsatzkräfte eintrafen. Zum Glück, so die Schilderung, sei nur der untere Teil des Körpers betroffen gewesen. Eine Lebensgefahr bestand somit nicht. Vorsichtshalber war auch ein Notarzt zur Einsatzstelle beordert worden, der mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 3" am nahen Ortsrand gelandet war. Schließlich wurde der Junge für weitere Untersuchungen per Rettungswagen zur Kinderklinik nach Sankt Augustin gebracht. (cs)


04.04.2021 - Feuerwehr

Hospizbewohner bei Zimmerbrand an Ostern verstorben

Ein tragisches Geschehen ereignete sich am Abend des heutigen Ostersonntags im 'Elisabeth-Hospiz' im Ortsteil Deesem. In einem im Altbau der Einrichtung gelegenen Patienten-Zimmer hatte es gegen 21.30 Uhr einen Kleinbrand gegeben. Wie sich später herausstellte, war es durch das Feuer zu einer Verpuffung des Sauerstoffs aus einem Beatmungsgerät gekommen. Daraufhin war auch die Matratze eines Bettes in Brand geraten, in dem sich ein Mann aufhielt.

Durch den entstandenen Knall wurden Pflegekräfte sofort auf das Unglück aufmerksam. Zwei Mitarbeiterinnen des Hospizes eilten in das betroffene Zimmer und konnten die Flammen selbst löschen. Dabei zogen sie sich nach ersten Informationen leichte Rauchgasvergiftungen zu, so daß sie später vom Rettungsdienst zu einem Krankenhaus gebracht werden mußten. Für den Bewohner des Zimmers kam aber jede Hilfe zu spät. (cs)


04.04.2021 - Polizeimeldungen, Verkehr

Polizei auf mögliches Autotuner-Treffen vorbereitet

Eine Information der Kreispolizeibehörde :  Nachdem sich am Samstagabend (03.04.) rund 200 Mitglieder der Autotuner-Szene in einer öffentlichen Tiefgarage in Sankt Augustin getroffen und durch ihr Verhalten, zum Beispiel durch überlaute Musik die Nachtruhe gestört hatten, löste die Polizei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei das nicht angemeldete Treffen auf. Angetroffene Fahrzeugführer/innen wurden kontrolliert, erhielten einen Platzverweis und eine Anzeige wegen Ruhestörung. Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung oder wegen illegaler Fahrzeug-Veränderungen wurden nicht festgestellt.

Der Polizei Rhein-Sieg-Kreis liegen Hinweise vor, dass sich Mitglieder der Autotuning-Szene auch an den Ostertagen an nicht näher bezeichneten Orten im Rhein-Sieg-Kreis treffen wollen. Die Polizei hat daraufhin vorbereitende polizeiliche Maßnahmen eingeleitet. Zum Beispiel werden die geeigneten Plätze und Orte für ein Treffen an den Ostertagen regelmäßig kontrolliert. Die Einsatzkräfte sind angehalten, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent zu ahnden und den vorhanden Handlungsspielraum auszuschöpfen.


03.04.2021 - Gesundheit, Kreisverwaltung

Infektionsgeschehen stagniert, Inzidenz im Kreis unter 100

Nachdem der Wert der bundesweiten 7-Tages-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) über drei Wochen hinweg permanent angestiegen war, stagniert er seit fünf Tagen, ist mit dem heutigen Stand von 131,4 sogar geringfügig gesunken. Auch die absoluten Zahlen der täglichen Neuinfektionen liegen diese Woche nicht mehr deutlich über denen des jeweils gleichen Wochentags der Vorwoche. Dies ist umso erstaunlicher, da durch das stark gesteigerte Testvolumen mehr symptomlose Infektionsfälle erkannt werden können, die Dunkelziffer somit sinkt.

Warum von manchen Experten oder Medien immer noch stoisch von stark steigenden Zahlen oder gar von einem exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen gesprochen wird, ist anhand der Datenlage - zumindest derzeit - nicht erklärbar. Nun bleibt abzuwarten, ob die zu erwartenden zusätzlichen (Familien-)Kontakte über das verlängerte Oster-Wochenende oder Rückkehrer aus dem umstrittenen Auslandsurlaub erneut zu einem Ansteigen der Zahlen führen. Durch die Schulferien fällt ein anderer Verbreitungsweg momentan weg.

Nach aktuellem Stand haben sich in Deutschland - soweit nach PCR-Test nachgewiesen - 2.885.299 Menschen mit dem "SARS-CoV-2"-Virus infiziert, das entspricht 3,46 Prozent der Bevölkerung. 76.959 der Erkrankten sind an den Folgen des Virus oder in infektiösem Zustand an anderen Ursachen verstorben, somit 2,67 Prozent der bestätigt Infizierten (Basis nach 'Johns Hopkins University', deren Zahlen aktueller sind als die des 'Robert-Koch-Institut'). Als akut infiziert gelten derzeit bundesweit rund 236.000 Personen.

Seitens des Rhein-Sieg-Kreises wurden über eine Woche hinweg nur wenige Kernzahlen veröffentlicht, keine detaillierten Fallzahlen. Grund war - wie parallel im Rheinisch-Bergischen Kreis - eine Umstellung auf die Software 'SORMAS', das im Auftrag des 'Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung' in Braunschweig entwickelte Management-Programm zur Epidemie-Bekämpfung. Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn berichtete im Herbst 2020 ebenso überrascht wie beeindruckt über dessen Anwendung in Nigeria, während in Deutschland noch das Faxgerät ein Mittel der Wahl war.

Im Kreisgebiet gibt es (Stand Freitag, 02.04.) 18.138 bestätigte Fälle von "SARS-CoV-2"-Infektionen, 810 mehr als beim letzten vollständigen Datenstand vom Donnerstag der Vorwoche. Inzwischen sind 437 Todesfälle in Verbindung mit der "COVID-19"-Krankheit zu verzeichnen, elf mehr als noch acht Tage zuvor. Die Zahl der Akutfälle ist im gleichen Zeitraum leicht auf 1.151 angestiegen. In "häuslicher Absonderung" befinden sich 2.588 Personen, knapp 500 weniger als in der Vorwoche. Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis ist, nachdem sie zwei Mal für jeweils zwei Tage über dem Schwellenwert von 100 lag, wieder abgesunken. Sie liegt nun mehrere Tage unter 100, aktuell bei 87,4.

In Lohmar ist die Anzahl der Akutfälle seit der Vorwoche nach leichter Schwankung nochmals angestiegen. Derzeit werden 46 Fälle verzeichnet, die Stadt liegt damit bezogen auf ihre Einwohnerzahl aber noch unter dem Kreisdurchschnitt. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit März 2020 summiert sich nun auf 857. Stark zugelegt hat die Zahl der Todesfälle, innerhalb von nur acht Tagen kamen vier hinzu, es sind nun 28.

Unter den "Ausbruchs-Geschehen" führt das Gesundheitsamt des Kreises derzeit eine Kindertagesstätte, eine Schule und eine Unterbringungs-Einrichtung im Stadtgebiet. Kreisweit sind aktuell 21 Kindergärten (46 Fälle), 16 Schulen (26 Fälle), sechs Seniorenheime oder Pflegedienste (10 Fälle) und fünf Gewerbebetriebe (39 Fälle) von solchen "Ausbrüchen" betroffen. In anderen untersuchten Bereichen werden nur wenige Fälle gelistet.

Wegen Diagnose- und Melde-Verzögerungen über Ostern dürfte sich in den nächsten Tagen kein realistisches Lagebild in der Statistik widerspiegeln, weshalb aussagekräftige Zahlen erst wieder gegen Mitte bis Ende der kommenden Woche vorliegen dürften. (cs)


01.04.2021 - Stadtverwaltung, Soziales, Tiere, Personen

'Ehrenamt des Monats' April für die Rehkitzhilfe Lohmar

von links nach rechts : Isa Skiba (Drohnenpilotin), Manuela Kohrs (Drohnenteam / Sucherin), Bürgermeisterin Claudia Wieja, Holger Groß (Drohnenpilot), Andrea Surrey (Gründerin der Rehkitzhilfe), Gabriele Willscheid (Bürgerstiftung Lohmar) und Thorsten zur Jacobsmühlen (Jäger) - (Foto : Stadt Lohmar)

Eine Information der Stadtverwaltung :  Im April ehrt die Stadt Lohmar die Rehkitzhilfe Lohmar und zeichnet die Gruppe für ihren Einsatz im Tierschutz mit dem Ehrenamt des Monats aus.

Endlich ist das Frühjahr da, alles beginnt zu wachsen und zu blühen. Schon im April können die Landwirtinnen und Landwirte das erste Mal ihre Wiesen mähen, um Futter für ihre Tiere zu ernten. Doch nicht nur für sie beginnt ein neuer Lebenszyklus, auch in der Tierwelt tut sich einiges - Rehkitze und andere Jungtiere erblicken das Licht der Welt. Die kleinen Kitze sind nach der Geburt nicht größer als Katzen. In den ersten Lebenstagen liegen sie nahezu reglos im hohen Gras und warten auf ihr Muttertier, das nur ein paar Mal täglich zum Säugen zu ihren Jungen kommt. Einen Fluchtinstinkt haben sie noch nicht und das kann ihnen jetzt zum Verhängnis werden, denn in den Feldern sie sind nur schwer zu entdecken.

Um die Landwirtinnen / Landwirte und Jäger/innen bei ihren wichtigen Aufgaben zu unterstützen und die Rehkitze vor Verstümmelung und Tod durch die Mähmaschinen zu retten, hat Andrea Surrey im Frühjahr 2019 die Rehkitzhilfe Lohmar ins Leben gerufen. Bis heute haben sich der Initiative etwa 90 Helfer/innen angeschlossen.

Von den Landwirtinnen / Landwirten und Jäger/innen erfahren die engagierte Tierschützerin und ihr Team, wann und wo gemäht wird. In enger Abstimmung mit den Landwirtinnen / Landwirten und in Anwesenheit der zuständigen Jäger/innen werden die Suchaktionen durchgeführt. Dabei läuft eine Menschenkette von mindestens zehn Helfenden die zu mähende Wiese systematisch ab. Die kleinen Rehkitze werden, in Gras eingehüllt und möglichst mit Einweghandschuhen, in Sicherheit gebracht. Nach erfolgter Mahd wird sichergestellt, dass die Kitze von ihren Müttern wiedergefunden werden. 2020 konnten auf diese Weise 25 Rehkitze gerettet werden.

Erleichtert wird die Suche durch eine Drohne mit Wärmebildkamera, die durch Spenden finanziert wurde. Mit dieser Technik können auch große Flächen wesentlich schneller und effektiver abgesucht werden. Die Suche mit Drohnen ist nur vor Sonnenaufgang möglich. Dann sind die Felder noch kühl und die Wärmebildkamera kann die Kitze, aber auch junge Hasen und Feldlerchen-Nester erfassen. "Diese Technik ist für uns eine große Hilfe. Sie ersetzt aber niemals die konventionelle Suche", weiß Andrea Surrey und wird noch deutlicher : "Gerade jetzt zu Saisonbeginn suchen wir dringend nach weiteren Helferinnen und Helfern. Es muss nicht oft sein, wer einmal mitgeht hilft uns schon sehr." Von Rehkitzsuchen auf eigene Faust rät die Lohmarerin dagegen dringend ab. Wenn beispielsweise Hunde ein Tier berühren, besteht die Gefahr, dass es von der Mutter nicht mehr angenommen wird.

Auch weitere, hochwertige Technik würde der Gruppe enorm helfen. So kann eine Drohne mit hochauflösender Wärmebildkamera in 100 Metern Höhe ein Feld von einem Hektar in nur fünf Minuten absuchen. Doch diese Drohnen sowie Akkus sind teuer. Die Bürgerstiftung Lohmar, die auch ein Herz für Tiere hat, unterstützt die Rehkitzhilfe Lohmar finanziell. Außerdem sammelt sie zweckgebundene Spenden - Spendenkonto : Bürgerstiftung Lohmar, IBAN : DE59 3706 9520 2106 7190 15, Verwendungszweck : "Rehkitzhilfe Lohmar"

"Wir verstehen uns als Partnerin der Landwirte und der Jägerschaft", so Andrea Surrey. "Wer uns braucht, kann uns gerne ansprechen." weitere Informationen :  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.rehkitzhilfe-lohmar.de


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit, Senioren

Sonder-Impfangebot für alle Personen ab 60 Jahren

Eine Information des Kreisgesundheitsamtes :  Menschen ab 60 Jahren, die sich mit dem 'AstraZeneca'-Impfstoff immunisieren lassen wollen, können jetzt kurzfristig einen Impftermin vereinbaren. Darüber hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gestern (31. März) informiert.

Im Rhein-Sieg-Kreis erfolgen diese Sonder-Impfungen mit 'AstraZeneca' allerdings nicht zentral über die Kassenärztliche Vereinigung in den Räumlichkeiten des Impfzentrums in Sankt Augustin, sondern ausschließlich über dezentrale Impfeinheiten. Das führt dazu, dass Termine auch nicht - wie seitens des Landes angekündigt - über die Buchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart werden können.

"Wer zwischen 60 und 79 Jahre alt ist und sich mit 'AstraZeneca' impfen lassen möchte, kann sich ab sofort an seine Hausarztpraxis wenden", erläuterte Landrat Sebastian Schuster in der heutigen Corona-Pressekonferenz. Eine Priorisierung, wie sie die Corona-Impfverordnung üblicherweise vorsieht, ist für diese Sonder-Impfkampagne des Ministeriums nicht nötig. Wenn die eigene Hausarztpraxis nicht unmittelbar Teil der dezentralen Impfeinheiten ist, erfolgt die Vermittlung an eine Praxis aus dem inzwischen mehr als 30 dezentrale Anlaufpunkte umfassenden Netzwerk.

"Wir haben uns ganz bewusst für diese Strategie entschieden, um eine bestmögliche Risikoabwägung zu erreichen, denn in den dezentralen Impfeinheiten besteht deutlich mehr Raum für eine individuelle ärztliche Beurteilung", betont Landrat Sebastian Schuster. - Der Rhein-Sieg-Kreis hat bereits heute Vormittag damit begonnen, alle im Impfzentrum noch vorhandenen 'AstraZeneca'-Impfdosen an die dezentralen Impfeinheiten zu verteilen. Sobald die vom Land NRW avisierten weiteren Sonderkontingente zur Verfügung stehen, werden auch diese unmittelbar weitergegeben.


01.04.2021 - Kirchliches, Natur, Baumaßnahmen

1.000-facher Nachwuchs in den Wäldern bei Jexmühle

(Foto : 'Evangelische Emmaus-Gemeinde Lohmar')

Eine Information der 'Evangelischen Emmaus-Gemeinde Lohmar', Bereich Honrath :  Wie Sie sicher schon in diversen Wälder beobachtet haben, ist der größte Teil der Fichtenwälder in unserer Region abgestorben. Aufgrund von Trockenheit und dem Borkenkäfer musste auch in Teilen unserer Waldgebiete der gesamte Fichten-Baumbestand gefällt und entsorgt werden. Deshalb haben wir in der 14. Kalenderwoche in den Waldstücken Wolfsberg und Bannenhardt (bei Jexmühle) 1.000 neue Bäume pflanzen lassen.

Nach Expertenrat sind dies Stieleiche, Vogelkirsche und Rotbuche, die mit den hiesigen Klimaveränderungen besser klarkommen. Gepflanzt wird nach dem so genannten Kottenforster Modell, benannt nach dem Bonner Kottenforst, wo dieses zuerst getestet wurde. Dabei setzt man auf biologische Vielfalt (Biodiversität) und pflanzt die Bäume jeweils in Gruppen an und lässt dazwischen Platz für eine natürliche Entwicklung des Waldes.


01.04.2021 - Stadtverwaltung

Mängelmelder der Stadtverwaltung ist ein Jahr alt geworden

Eine Information des städtischen Hauptamtes :  Seit über einem Jahr ist der Mängelmelder "hingeschaut & eingebracht" der Stadt Lohmar nun online unter  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.mitreden.lohmar.de . Bis Ende 2020 gingen 363 Meldungen von 321 Meldern ein. Die meisten entfielen auf die Kategorie "Beleuchtung". In den meisten Fällen konnte schnell und unbürokratisch Abhilfe geschaffen werden.

Für eine reibungslose Abwicklung ist es hilfreich, den Fall durch Fotos zu dokumentieren und diese hochzuladen sowie den Standort so genau wie möglich anzugeben. Dies kann zum einen durch die Aktivierung der GPS-Daten beziehungsweise der Standortermittlung auf dem Handy geschehen, sofern die Meldung in unmittelbarer Nähe des Mangels erfolgt, oder durch das Platzieren des Pins auf der vorgegebenen Karte.

Weiterhin ist zu beachten, dass Meldungen über Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung nicht über den Mängelmelder bearbeitet werden - diese sind dem Ordnungsdienst oder der Polizei zu melden.

Es ist erfreulich, dass das Angebot des Mängelmelders so gut angenommen wird. So können Missstände im öffentlichen Raum dank der Mithilfe aufmerksamer Bürger/innen schnell behoben werden, um Lohmar sauber und lebenswert zu erhalten.


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Gesundheit, Wirtschaft

Kreis liefert zweifelhafte Zahlen und falsche Ortsangaben

Sporadisch informiert das Gesundheitsamt des Kreises über den Fortgang des Impferfolgs im Rhein-Sieg-Kreis. Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu betrachten, denn sie werden sehr mißverständlich dargestellt und wirken daher zumindest geschönt. Nach dem jüngsten Zwischenstand vom 29. März "wurden im Rhein-Sieg-Kreis 92.401 Personen mit der Erst- und Zweitimpfung geimpft", so die Kreisverwaltung wörtlich. Die Aussage suggeriert, daß diese Personenanzahl bereits beide Impfungen erhalten hätte.

Dieser vergleichsweise hohe Anteil unter den 600.000 Einwohnern/innen des Kreises (15,4 %) stünde aber in krassem Mißverhältnis zu den prozentualen Zahlen im Land und im Bundesgebiet (rund 5 %). Auf unsere Nachfrage präzisiert die Kreisverwaltung, daß es sich bei der Zahl von 92.401 um die Summe der Erst- und Zweitimpfungen handeln würde. Somit haben (Aufteilung geschätzt nach Landesdurchschnitt) rund 50.000 Personen eine Erst- und rund 40.000 zusätzlich die zweite Impfdosis erhalten. Statt wie angedeutet 92.400 Personen erhielten also bislang nur rund 50.000 Personen überhaupt eine Impfung, rund 40.000 die Erst- und Zweitimpfung.

Die bundesweit anhaltende Pannenserie bei der Pandemie-Bekämpfung macht auch vor dem Rhein-Sieg-Kreis nicht halt. So informiert die Kreisverwaltung, daß inzwischen 151 - zumeist gewerblich organisierte - Testzentren eingerichtet wurden, welche Schnelltests für Bürger/innen im Kreisgebiet anbieten. Diese können mittels einer interaktiven Karte auf der Internet-Seite des Kreises ausfindig gemacht werden ( Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.rhein-sieg-kreis.de/schnelltests ). Doch die dortigen Angaben sind teils irreführend und objektiv falsch. Drei Beispiele aus den Kommunen des Bergischen Rhein-Sieg-Kreises :

Für Lohmar ist das von der Stadt beworbene, entgegen anderslautender Veröffentlichungen aber nicht von der Stadt betriebene größte Testzentrum auf einem Parkplatz in Lohmar-Ort nicht auf der Karte vertreten. Dafür findet man eine Adresse an einer Wohnstraße in Donrath. Dort befindet sich der Firmen- und Wohnsitz des gewerblichen Betreibers, aber sicherlich kein Testzentrum.

In der Nachbargemeinde ist das von der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid beworbene Testzentrum in den Räumen der 'Aquarena' (Fitness-Center und Hallenbad) an der Prälat-Lewen-Straße gar nicht verzeichnet, statt dessen aber die Arztpraxis auf der Hauptstraße, die dieses externe Testzentrum betreibt.

In Much gibt es eine vergleichbare Falschangabe. Hier ist eine Apotheke an der dortigen Hauptstraße markiert, die das von der Gemeinde Much beworbene Testzentrum betreibt. Dieses ist aber nicht in den Räumen der Apotheke selbst, sondern in einer Container-Anlage am Schulzentrum in der Schulstraße untergebracht. Dieser korrekte Standort ist jedoch nicht eingezeichnet.

Fazit :  Die Kreisverwaltung schickt Bürger/innen, die ein Testangebot suchen, zu Standorten, an denen dieses Angebot gar nicht besteht und verursacht durch das unnötige Aufsuchen von Arztpraxen oder Apotheken zusätzliche Kontakte, die doch eigentlich vermieden werden sollen.

In Lohmar gibt es derweil Kritik am gewerblich betriebenen Testzentrum auf dem Parkplatz des Schulzentrums. Nach Schilderungen werden Kundinnen / Kunden nach dem für Bürger/innen einmal pro Woche kostenfreien Schnelltest aktiv bezüglich einer Spende angesprochen. Dies wäre insofern problematisch, da man sich dadurch - anders als bei einem aufgestellten Sparschwein - genötigt fühlen kann, einen Obolus zu entrichten.

In der Regel gilt, daß die Testzentren nicht ehrenamtlich betrieben werden, sondern Material und Arbeitseinsatz über die 'Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein' abgerechnet werden. Sonst wären nicht in kürzester Zeit tausende solcher Standorte in NRW entstanden. Die Vergütung pro PoC-Antigentest beträgt aktuell maximal 6 Euro für Sachkosten und 12 bis 15 Euro für den Arbeitsaufwand inclusive Gespräch, Entnahme von Körpermaterial, Ergebnis-Mitteilung und Zeugnis-Ausstellung - unabhängig davon, ob und wie die Helfer / Mitarbeiter entlohnt werden. (cs)

Nachtrag :  Am Nachmittag wurden die erwähnten unzutreffenden Testzentrums-Standorte in der Übersichtskarte der Kreisverwaltung korrigiert.


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Natur, Tiere

Veterinäramt erinnert : Junge Wildtiere nicht anfassen !

(Foto : rhein-sieg.info)

Eine Information des Veterinäramtes des Rhein-Sieg-Kreises :  Jetzt, im Frühling, ist die Zeit der gerade geborenen und jungen Wildtiere. Wer in der Natur unterwegs ist, der kann durchaus auf hilflos wirkende Jungtiere stoßen. Sie rühren den Beschützerinstinkt an und man möchte sie anfassen. Das ist aber genau das Falsche !

"Bei unverletzt aufgefundenen Jungtieren gilt immer : nicht anfassen und möglichst zügig weitergehen !", klärt Silvia Berger, Leiterin der Abteilung Tiergesundheit des Veterinäramtes des Rhein-Sieg-Kreises, auf. Es ist in der Natur völlig normal, dass Elterntiere ihre Jungen kurzzeitig allein zurücklassen, zum Beispiel, um Nahrung zu beschaffen. Die Jungtiere bleiben dann oftmals dicht gedrückt am Boden liegen, bis die Elterntiere zurückkehren.

Wer den Wildnachwuchs aus falsch verstandener Tierliebe berührt, oder gar mitnehmen will, bringt die Jungtiere möglicherweise in Lebensgefahr. Da sich mit dem Berühren der menschliche Geruch überträgt, werden die Jungtiere danach nicht mehr von den Elterntieren angenommen. Dann sind sie tatsächlich, in der Regel auf Lebenszeit, auf den Menschen angewiesen. Denn von Menschen aufgezogene Wildtiere lassen sich kaum erfolgreich auswildern.

Hilfe durch den Menschen ist nur dann gerechtfertigt, wenn junge Wildtiere offensichtlich verletzt aufgefunden werden. "Handeln Sie in solchen Fällen aber bitte keinesfalls spontan, sondern holen Sie sich immer fachkundigen Rat ein. Tipps zum richtigen Verhalten erhalten Sie beim Veterinäramt, dem nächstgelegenen Tierarzt, dem Jagdpächter oder dem Forstamt", empfiehlt Silvia Berger.

Zudem gilt :  Wer Wildtiere aufnimmt, ist für die art-, fach- und tierschutz-gerechte Aufzucht, Haltung, Unterbringung, Auswilderung und tierärztlicher Versorgung verantwortlich und muss für die Kosten aufkommen, die das Tier verursacht. Auch ist eine dauerhafte Haltung von Wildtieren verboten.

Eine Ausnahme vom "nicht anfassen"-Gebot gilt für aus dem Nest gefallene Jungvögel. Hier muss zwischen "Nestlingen", unbefiederten Jungvögeln und "Ästlingen", befiederten Jungvöglen, unterschieden werden. Nestlinge sollten wieder ins eigene Nest zurückgesetzt werden. Eine Ausnahme stellen aus dem Nest gefallene Mauersegler oder Wanderfalken dar. Da ihre Nester meist unerreichbar hoch liegen, können sie nicht einfach zurückgelegt werden. Diese Jungvögel brauchen tatsächlich Hilfe von fachkundiger Hand. Junge, oft schon weitgehend befiederte Vögel wiederum geben ihren Eltern ihre Position durch Rufen kund. Auch diese Jungvögel brauchen trotz vermeintlicher "Hilfeschreie" keine Unterstützung.


01.04.2021 - Kreisverwaltung, Tiere, Recht

Rücksichtsvoll mit Hunden in Wald und Flur unterwegs

Eine Information des Veterinäramtes des Rhein-Sieg-Kreises :  Die erblühende Natur lädt zu Spaziergängen oder Wanderungen in Wald und Flur ein. Dabei ist zu bedenken, dass sich Wildtiere auf die Geburt ihres Nachwuchses vorbereiten und in den kommenden Wochen junge Wildtiere besonderen Schutz benötigen.

Darum appelliert das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises an die Hundehalterinnen und Hundehalter, beim Spaziergang mit den Vierbeinern ein rücksichtsvolles Verhalten an den Tag zu legen. Insbesondere im Wald und dort, wo aufgrund eingeschränkter Sicht mit dem plötzlichen Auftauchen von Wildtieren zu rechnen ist, dürfen Hunde außerhalb von Wegen nur angeleint ausgeführt werden.

Trächtige Wildtiere können schon beim Anblick eines freilaufenden Hundes in panikartige Flucht versetzt werden. Das kann schwere Verletzungen oder aufgrund Überanstrengung eine Totgeburt zur Folge haben. Auch bereits geborene Jungtiere sind gefährdet, da sie in den ersten Lebenstagen vollkommen fluchtunfähig sind und demnach auch für die Hunde eine leichte Beute darstellen, die üblicherweise kein Wild jagen. Außerdem kann es passieren, dass heranwachsende Jungtiere von ihrer Mutter durch jagende Hunde getrennt werden.

Auch landwirtschaftliche Nutztiere wie beispielsweise aus Schaf- und Rinderherden sind immer wieder Opfer jagender Hunde. Ein solcher Vorfall kann für die Besitzerin oder den Besitzer infolge von Fehlgeburten und tierärztlichen Behandlungskosten hohe wirtschaftliche Verluste bedeuten.

"Wer diese Hinweise als Hundehalterin und Hundehalter beachtet, kann mit gutem Gewissen und der gebotenen Rücksicht auf Wild- und Nutztiere auch in der freien Natur seinem Vierbeiner den gewünschten und notwendigen Freilauf ermöglichen", rät Silvia Berger, Leiterin der Abteilung Tiergesundheit des Rhein-Sieg-Kreises.

Information :  Hunde, die unkontrolliert Wild und andere Tiere hetzen oder reißen, können im Einzelfall, nach Begutachtung durch den amtlichen Tierarzt, nach den Bestimmungen des Landehundegesetzes NRW als gefährlich eingestuft werden und dürfen dann grundsätzlich nur noch angeleint und mit Maulkorb ausgeführt werden. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Geldbußen. Hundehalter, die sich als "unbelehrbar" erweisen und dem Jagdtrieb ihrer Vierbeiner gleichgültig gegenüberstehen, müssen mit ordnungsbehördlichen Maßnahmen der zuständigen Ordnungsämter rechnen.


31.03.2021 - Gesundheit

Chaos um 'AstraZeneca'-Impfstoff bremst Impffortschritt

Die Wendungen betreffend den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns 'AstraZeneca' nehmen kein Ende. War er mangels ausreichender Erkenntnisse anfangs nur für Personen unter 65 Jahren zugelassen, gilt nun das beinah genaue Gegenteil. Nach den ersten Fällen von schweren Nebenwirkungen waren Impfungen mit dem Vakzin in Deutschland zeitweise gänzlich ausgesetzt worden. Trotz des statistisch überdurchschnittlichen Auftretens von Sinusvenen-Thrombosen im Gehirn, teils mit Todesfolgen, wurde der Impfstoff wieder freigegeben und von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Altersgruppen empfohlen.

Die zunehmende Anzahl von gleichartigen "sehr seltenen, gleichwohl sehr schweren Nebenwirkungen" - aktuell sind 31 Fälle mit neun tödlichen Verläufen bekannt - veranlaßte mehrere namhafte Kliniken gestern, ihren Mitarbeiterinnen von einer Impfung mit 'AstraZeneca' abzuraten. Kurz danach schlossen sich einzelne Behörden, am Abend Bund und Länder den wachsenden Bedenken an, die Impfungen wurden kurzfristig fast bundesweit gänzlich ausgesetzt. Aufgrund der neuen Erkenntnisse empfiehlt die 'STIKO' das Vakzin jetzt - entgegen der Ersteinschätzung - uneingeschränkt nur noch für die über 60-Jährigen.

Dies hat spürbare Auswirkungen auf das Impfgeschehen, denn der Impfstoff wurde zuletzt großteils für medizinisches Personal, Erzieher/innen und Grundschul-Lehrer/innen verwandt. Dies kann kurzfristig kaum kompensiert werden, weil Impfstoffe anderer Anbieter zunächst vollständig verplant sind und nach der Impfpriorisierung für Ältere vorgesehen waren. Daß die bedenklichen Nebenwirkungen überwiegend, aber nicht ausschließlich, bei Frauen aufgetreten sind, könnte an deren großem Anteil in den genannten Berufsgruppen liegen. Ob das Ausbleiben der Nebenwirkungen bei älteren Jahrgängen ebenfalls an diesen Faktoren liegt, ist unklar.

Der Impfstoff von 'AstraZeneca', so die Empfehlung der 'STIKO' in Abstimmung mit dem Ethikrat und der Nationalen Akademie der Wissenschaften 'Leopoldina', soll zukünftig für Personen im Alter von über 60 Jahren verwandt werden. Sie kommen somit früher zum Zuge, falls sie diesen Impfstoff noch akzeptieren. Für Jüngere sei ein Einsatz des Vakzins "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risiko-Akzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich", so Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend. Dies sei aber nicht mehr in den Impfzentren, sondern nur noch bei Hausärzten durchführbar. "Wer's will und wer sich traut, soll die Möglichkeit haben", so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Zunächst werde es Veränderungen bei Lieferplänen und der Verteilung vom Impfstoff an die Impfzentren und Hausärzte geben. Letztere sollten nach Ostern in den Impfprozeß eingebunden werden. - Noch keine Lösung gibt es für das Problem derjenigen, deren Zweitimpfung mit 'AstraZeneca' noch aussteht. Diese Gruppe umfasst 2,2 Millionen Personen. Die Verwendung eines anderen Impfstoffs als zweite Dosis ist noch nicht freigegeben. Die 'STIKO' will nach weiteren Auswertungen bis Ende April eine Empfehlung zur diesbezüglichen Problematik aussprechen. (cs)


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Stand : 11.04.2021

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