Navigation überspringen


Standortnavigation

Service-Navigation

Druckversion . Inhalt . Start . 

04.01.2021 - Stadtverwaltung, Personen, Soziales:

Laetis Ntshonso mit 'Ehrenamt des Monats' ausgezeichnet

In einem persönlichen Termin bedankt sich Bürgermeisterin Claudia Wieja bei Laetis Ntshonso für sein großartiges Engagement - (Foto : Stadt Lohmar)

Eine Information des städtischen Hauptamtes :  Im Januar ehrt die Stadt Lohmar Laetis Ntshonso und zeichnet ihn für sein großartiges Engagement bei der Unterstützung von Geflüchteten sowie seiner Hilfe für Bedürftigen mit dem Ehrenamt des Monats aus. Laetis Ntshonso, dessen Familie aus dem Kongo stammt, lebt seit seiner Geburt in Lohmar. Die schrecklichen Bilder und katastrophalen Zustände auf der Insel Lesbos lassen ihn nicht los. "Nichts tun ist keine Lösung. Wir haben alle die Möglichkeit zu handeln", so das Motto des 25-Jährigen.

Der Wunsch der befreundeten Geschwister Lara und Lucie, vor Ort zu helfen, gefiel dem Studenten, so dass aus einer anfänglichen Idee schnell Taten folgten. Das junge Team nutzte die sozialen Medien, Radiosender und Zeitungen, um über ihr Vorhaben zu berichten und zu Sach- und Geldspenden aufzurufen. Die Unterstützung aus der Gesellschaft war riesig und rührend :  Eine ältere Dame, die selbstgestrickte Teddys zur Verfügung stellte, und drei Schulen, die ihr Abi-Geld spendeten, sind nur zwei Beispiele für die große Hilfsbereitschaft.

Mit drei Tonnen Hilfsgütern und Geldspenden im fünfstelligen Bereich machten sich Laetis, die beiden Schwestern und eine Familie aus Fulda am 9. Oktober auf den Weg nach Lesbos. Nach einer turbulenten, 60-stündigen Fahrt kamen sie auf der Insel an. Von den Geldspenden wurde vor Ort das Nötigste für die Bewohner/innen des Lagers eingekauft. Unterstützung bei der Verteilung und Lagerung der Hilfsgüter erhielten sie von der Organisation "Stand by me Lesbos". Begleitet wurde die Arbeit meist von Flüchtlingen, die selbst für "Stand by me Lesbos" arbeiten, das gehört zum Konzept der Organisation.


Laetis Ntshonso bei der Verteilung von Hilfsgütern auf der Insel Lesbos - (Foto : privat)

Laetis Ntshonso, der im Lager vor allem Syrer und Afghanen sah, hörte dort plötzlich Lingala, seine Muttersprache - "Ein unvergesslicher Moment". Tagesziel war immer, die Hilfsgüter unter den Menschen gleichmäßig zu verteilen. "Die Tatsache, nicht allen gerecht werden zu können, hat mich innerlich zerrissen. Wir haben versucht, allen Menschen zu helfen, aber auch unsere Mittel waren begrenzt", so der Lohmarer.

Laetis ist fest entschlossen, erneut nach Lesbos zu reisen, geplant ist eine Wiederkehr Anfang Februar. "Das Gefühl, Menschen zu helfen, gibt einem so viel zurück." Als nächster großer Schritt ist eine Vereinsgründung in Planung :  Sie soll eine professionellere Arbeit ermöglichen. Das Team unterstützt auch andere Hilfsbedürftige mit Sachspenden. So wurden zum Beispiel Schlafsäcke an Obdachlose verteilt.

Um Hilfsbedürftige auch weiterhin zu unterstützen, sind Laetis Ntshonso und sein Team auf Spendengelder angewiesen. Kontakt : Telefon 0177 / 7380564 oder E-Mail :  laetis.ntshonso@outlook.com


 

 


Banner nk-se.info Banner much-heute.de Banner broeltal.de

Einkaufen im
Bergischen
Rhein-Sieg-Kreis
stärkt die Region :

Anzeigen

Handel


Gastronomie


Dienstleistung


Freizeit


Gesundheit


Handwerk